2008 verschonte uns mit Wetterkapriolen:
Durchschnittswerte bei Niederschlag & Hitze
- Temperatur im Sommer lag über Normalerwerten
- Schneeärmstes Jahr in Wien seit Beginn der Messung

Mit einem warmen Jänner und Februar, einem kalten und schneereichen März, sonnigen und ungewöhnlich heißen Tagen im Mai, "unternormal" kalten Temperaturen im September, durchschnittlichen Regenmengen und ohne längere Hitzewellen geht das Jahr 2008 ohne große Wetterkapriolen zu Ende, bilanzierten die Meteorologen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien.
Seit wenigen Tagen herrscht in weiten Teilen Österreichs klirrende Kälte, an der Jahresbilanz wird das aber wenig ändern. Die Wintermonate Jänner und Februar waren sehr mild und schneearm, kälter und schneereicher verlief dann der März.
Dem eher unauffälligen April folgte ein sehr sonniger Mai mit einzelnen ungewöhnlich heißen Tagen. Die Temperaturen in den Sommermonaten von Juni bis August lagen über den Normalwerten, längere stabile Schönwetterperioden oder Hitzewellen fehlten. Wegen häufiger Gewitter und Unwetter erwarb sich der Sommer keine gute Nachrede, resümierten die Meteorologen.
Nur September kälter als üblich
Der September war dann der einzige Monat im Jahr 2008, der nahezu in ganz Österreich "unternormal" kalt verlaufen ist. 2008 verabschiedete sich dann mit enormen Schneefällen in Osttirol und Oberkärnten, wo im Dezember an einigen Orten mehr als 100 Zentimeter Neuschnee gefallen sind. Lienz meldete im Dezember 156 Zentimeter Neuschnee, Mallnitz 117 Zentimeter und Dellach im Drautal 107 Zentimeter. Der starke Schneefall reichte über den Alpenhauptkamm bis Bad Gastein, wo 138 Zentimeter Schnee gemessen wurden.
Wien, das nördliche Burgenland und viele Niederungen in Niederösterreich hingegen blieben ohne einen einzigen Zentimeter Schnee. Das Kalenderjahr 2008 ist auf der Hohen Warte in Wien das neuschneeärmste seit Beginn täglicher Messungen. Vom 1. Jänner bis zum 30. Dezember 2008 fielen hier nur sechs Zentimeter Schnee.
(apa/red)
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