Montag, 29. Dezember 2008

Österreicher starten besorgt ins neue Jahr:
60% sehen laut Silvesterumfrage schwarz

  • Besonders SPÖ- und FPÖ-Wähler sind pessimistisch
  • Stimmung nur in den frühen 80ern noch gedrückter

Die Österreicher gehen bekümmert in das neue Jahr. 30 Prozent erwarten 2009 "mit Skepsis", 29 Prozent sogar "mit Sorge". Zusammengezählt sind das 59 Prozent, die pessimistisch gestimmt sind. Nur 34 Prozent sind zuversichtlich. Das ist das veröffentlichte Ergebnis der traditionellen "Silvesterumfrage" des Meinungsforschungsinstitutes IMAS.

Vor zwölf Monaten war der Befund noch ganz anders: Damals waren 53 Prozent zuversichtlich, 23 Prozent skeptisch und 18 Prozent besorgt. Dabei hat die Bevölkerung den heurigen Wirtschaftsabschwung schon sehr früh gewittert: Bereits bei allen sechs Zwischenmessungen in den vergangenen zwölf Monaten nahm der Optimismus der Befragten kontinuierlich ab.

Bei der jüngsten, bei 1.235 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren ausgewählten Personen Ende November/Anfang Dezember durchgeführten Umfrage zeigten sich besonders Personen über 50 Jahre (zu 69 Prozent), sowie einfache, ungelernte Arbeiter (zu 67 Prozent) bekümmert. IMAS bemerkt zudem bei rund zwei Dritteln der Anhänger von Sozialdemokraten und Freiheitlichen tiefe Sorgenfalten. Wähler der ÖVP und der Grünen haben hingegen eine geringere Zukunftsangst.

Stimmung nur in frühen 80ern noch trüber
Trotz der insgesamt tristen Stimmung stellen die diesmal gemessenen Werte nicht den Tiefpunkt der rund dreieinhalb Jahrzehnte zurückreichende IMAS-Beobachtungsreihe dar. Nach dem Energie- und Rohstoffschock 1973 und am Beginn der Wirtschaftsflaute in den frühen 1980er Jahren war die Zukunftserwartung noch gedrückter als jetzt.
(apa/red)

29.12.2008 13:16