Montag, 29. Dezember 2008

"First Lady" Ursula Stenzel macht weiter: Bezirksvorsteherin will auch 2010 antreten

  • "Ich bin ein Störfaktor und ich bin unbequem"
  • Parkplatzmisstand als virulentes Problem im 1. Bezirk

Seit drei Jahren ist Ursula Stenzel die umtriebige ÖVP-Bezirksvorsteherin der Wiener City. Sie will bei der Wahl 2010 erneut antreten, unterstrich sie im APA-Interview: "So ich die Unterstützung bekomme, die nötig ist und das gewünscht wird, sicher, ja." Auch wenn dies der regierenden SPÖ ein Dorn im Auge sei.

"Ich bin ein Störfaktor, ich bin unbequem und man versucht alles, um mit subkutanen Methoden an diesem Image nicht nur zu kratzen, sondern es zu zerstören, damit man mich loswird." Ein Grund sei, dass sie die Themen, die in ihrem Bezirk allen unter den Nägeln brennen, aufgreife und mithilfe der Öffentlichkeit bewusst mache - die einzige Möglichkeit, die ihr bleibe, da die Stadtverfassung Bezirksvorsteher mit geringen Kompetenzen ausstatte.

Grundsätzlich sei es gut, wenn der Bezirk politisch und finanziell so ausgerüstet wäre, die Interessen seiner Bürger besser zu vertreten. Ansonsten werde ein Bezirksvorsteher für Missstände verantwortlich gemacht, sei es aber nicht. In ihrem Falle stecke hinter diesem Vorgehen Methode vonseiten des Rathauses.

Das zeige sich am jüngsten Konflikt um den von ihr kritisierten Leuchtenprototyp für die neu zu gestaltenden Innenstadt-Fußgängerzonen: "Manchmal werde ich den Verdacht nicht los, dass bestimmte Leute in der Stadt Wien ganz gerne den ersten Bezirk egalisieren, nivellieren und banalisieren möchten.

Parkplatzmissstand
Ein weiteres Problemfeld, welches immer virulenter werde, sei der Parkplatzmissstand in ihrem Bezirk: "Die Innere Stadt ist zu einem Dauerparkplatz verkommen." Deshalb werde es von ihr keine Zustimmung zum Bau einer Garage in der City geben, wenn nicht zugleich Oberflächenparkplätze installiert würden, die ausschließlich den Anrainern vorbehalten seien.

(apa/red)

29.12.2008 11:03