Wintersaison startet auf Vorjahresniveau: Zuwachs aus Polen, Tschechien & Russland
- Gästezahl aus Italien ist bisher stark zurückgegangen
- Finanzkrise hat den Tourismus noch nicht erreicht

Die Finanzkrise hat den österreichischen Tourismus noch nicht erfasst. Die Wintersaison 2008/09 (November bis April) startete im November mit 3,61 Millionen Übernachtungen in etwa auf Vorjahresniveau (ausländische Gäste: +0,2 Prozent, inländische Gäste: -0,1 Prozent). Die Zahl der Gäste (Ankünfte) hingegen ging im Jahresvergleich um 1,2 Prozent auf 1,41 Millionen zurück (-1,3 bzw. -1,1 Prozent). Dies teilte die Statistik Austria mit.
Unter den nächtigungsstärksten Herkunftsländern haben Deutschland und die Schweiz leicht zugelegt (+0,7 bzw. +0,2 Prozent). Ausgeblieben sind aber die Italiener. Hier verzeichneten die Statistiker im Jahresabstand ein Minus von 24,4 Prozent. Wie bereits in den vergangenen Monaten bescherten die Tschechische Republik (+37,9 Prozent), Polen (+49,1 Prozent) und Russland (+29,5 Prozent) hohe Zuwächse.
In den 5- und 4-Sterne-Hotels stiegen die Nächtigungen um 1,6 Prozent, während in den anderen Sterne-Kategorien ein Minus verzeichnet wurde. Bei Privatquartieren kam es im November zu Einbußen von 8,9 Prozent, die privaten Ferienhäuser bzw. -wohnungen hingegen erzielten ein Plus von 5,6 Prozent.
Gute Buchungslage
Die Buchungslage über die Weihnachtsfeiertage ist in allen Bundesländern auf Vorjahresniveau. Der Tiroler Tourismus trotzt der Krise und will in der Wintersaison das Rekordergebnis von 2007/08 mit 25,6 Millionen Übernachtungen wieder erreichen. In Kärnten haben die Rekordschneefälle der vergangenen Tage kurzfristig noch einen zusätzlichen Schub an Anfragen ausgelöst, der oberösterreichische Tourismus berichtet von einer "sehr guten Anfragen- und Buchungslage" für die Weihnachtsferien, die Wiener Hotellerie ist "rundum zufrieden".
(apa/red)
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