ÖGB-Chef weist Vorstoß von Sorger zurück:
Foglar ist gegen Arbeitszeitflexibilisierung
- Industriellenchef hatte neues Modell vorgeschlagen
- Belastungen wären einseitig bei den Arbeitnehmern

·Nowotny sieht die Wirtschaft schrumpfen
2009 erwartet er einen Rückgang um ein Prozent
Erich Foglar, geschäftsführender Präsident des ÖGB, weist den Vorstoß von Industriellenchef Veit Sorger nach einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeiten zurück. Bei dem von Sorger in einem Zeitungsinterview vorgeschlagenen Modell wären alle Vorteile bei den Unternehmen (48-50 Stundenwoche, keine Überstundenzuschläge) und alle Nachteile (Beschäftigtenabbau, Einkommensverluste, Belastung durch höhere Arbeitszeit) bei den Beschäftigten, wendet Foglar per Aussendung ein.
Die Industriellenvereinigung (IV) will eine weitere Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, die es ermöglicht, dass die Mitarbeiter in wirtschaftlichen Boomjahren überdurchschnittlich viel und dafür in Krisenzeiten weniger bis gar nicht arbeiten.
"Man kann Boomjahre und Krisenjahre nicht so vorhersehen, wie Sorgers Vorschlag das impliziert", sagt Foglar. Belegschaftsvertreter und Gewerkschaften hätten schon immer auf Krisensituationen maßgeschneidert auf die jeweiligen Bedürfnisse der Unternehmen reagiert und würden das auch weiterhin tun. Für den Abbau von Schutzbestimmungen und massive Einkommensverluste "sind wir aber nicht zu haben".
(apa/red)
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