Streik legt schon wieder Alitalia lahm: Wütende Passagiere auf Flughafen in Rom
- Personal protestiert gegen Übernahme-Kritieren
- CAI hat bankrotte Linie für 1 Milliarde Euro erworben

·Alitalia-Kaufvertrag mit CAI abgeschlossen
Fusion mit der privaten Fluggesellschaft Air One
Wieder wurden Dutzende Flüge der italienischen Fluggesellschaft Alitalia wegen eines wilden Streiks des Personals gestrichen. Hunderte Passagiere saßen auf dem römischen Flughafen Fiumicino fest und warteten auf Auskünfte zu ihren Flügen. Bereits zuvor waren 100 Alitalia-Flüge ausgefallen, Gepäck sei verloren gegangen und viele Fluggäste mussten auf dem Flughafen übernachten.
Das Personal protestiert gegen die Kriterien, nach denen die italienische Investorengruppe CAI, die die bankrotte Alitalia für 1 Mrd. Euro erworben hat, Personal für die neue Airline einstellt. Die Alterskriterien bei der Anstellung des Personals seien nicht respektiert worden, protestierte das Personal.
Die neue Alitalia, die am 13. Jänner mit dem Flugbetrieb starten soll, wird täglich 600 Flüge anbieten und circa 12.000 Mitarbeiter beschäftigen. Der CAI-Plan sieht die Streichung von über 3.250 Jobs vor. Die alte Alitalia und die private italienische Fluggesellschaft Air One, die fusioniert werden, hatten zusammen bisher täglich 1.050 Flugverbindungen garantiert.
Regierungschef Silvio Berlusconi reagierte wütend auf den wilden Streik. Sein Staatssekretär Gianni Letta intervenierte auf einem Gipfeltreffen der CAI. Er rief die Investorengruppe auf, die Vereinbarungen mit den Gewerkschaften in punkto Arbeitsverträge zu respektieren.
(apa/red)
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