China findet Geschmack an den fünf Ringen:
Harbin will die Winterspiele 2018 austragen
- Bewerbung nur 4 Monate nach 'Peking 2008' bestätigt
- Harbin bereits bei Winterspielen 2010 ausgestochen

China will innerhalb von zehn Jahren Schauplatz von Olympischen Sommer- und Winterspielen werden. Li Zhanshu, der Gouverneur der Provinz Heilongjiang, erklärte nur vier Monate nach Ende der Sommerspiele in Peking, dass sich das "Reich der Mitte" um die Winterspiele 2018 bemühen wolle. Als Bewerber soll laut Li seine Provinz-Hauptstadt Harbin ins Rennen um den Olympia-Zuschlag 2018 geschickt werden.
Harbin ist im kommenden Februar Schauplatz der Winter-Universiade, für die umgerechnet 313 Millionen Euro in den Bau von Sportstätten und Unterkünften für die rund 4.000 Aktiven investiert worden sind. "Wenn die Austragung der Winter-Universiade 2009 ein Erfolg für uns wird, dann werden wir uns für die Olympischen Winterspiele 2018 bewerben", betonte Li gegenüber der englischsprachigen Tageszeitung "China Daily", dass es sich bei diesem Studenten-Sportereignis um einen wichtigen Testlauf handle.
Harbin war bereits für die Winterspiele 2010 (Zuschlag an Vancouver) Kandidat gewesen, dabei jedoch schon in der Vorauswahl gescheitert. Auch um die 1. Olympischen Winter-Jugendspiele, die 2012 in Innsbruck stattfinden werden, hatte sich die rund fünf Millionen Einwohner zählende Provinz-Hauptstadt erfolglos beworben. Bisher haben nur München und Frankreich (Kandidaten-Stadt steht noch nicht fest) Bewerbungen um die Winterspiele 2018, die 2011 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vergeben werden, angekündigt.
(apa/red)
