Zehn Tage in einem Kofferraum überlebt:
Entführte Frau wurde aus Martyrium gerettet
- Polizist hörte 38-jährige Krankenschwester schreien
- Exekutive nimmt einen 35-jährigen Verdächtigen fest

Nach einem tagelangen Martyrium ist eine entführte Krankenschwester in Schottland aus dem Kofferraum ihres Autos befreit worden. Die 38-Jährige sei möglicherweise bis zu zehn Tage in dem in der Ortschaft Airdrie östlich von Edinburgh geparkten Wagen eingesperrt gewesen, teilte die Polizei mit. Die Ermittler beschuldigten einen 35-Jährigen, die aus Südafrika stammende Krankenschwester entführt zu haben.
Ein Polizeibeamter war am Freitag durch Schreie auf die im Kofferraum eingesperrte Frau aufmerksam geworden. Die in Südafrika geborene Britin war gefesselt und stark traumatisiert, so dass sie sich nicht verständlich machen konnte. Außerdem habe die 38-Jährige leichte Verletzungen von der Entführung davongetragen, teilte die Polizei mit. Ob ihr Drogen eingeflößt wurden oder sie mit einer Waffe bedroht wurde, war unklar.
Die Krankenschwester war zuletzt am 15. Dezember gesehen worden, als ihr Dienst in einem Krankenhaus in Edinburgh endete. Ihr Verschwinden fiel auf, als sie drei Tage später unentschuldigt bei der Arbeit fehlte. Nach Angaben der Polizei war es ein Glück, dass sie am Freitag gefunden wurde, da in der folgenden Nacht die Temperaturen auf minus vier Grad fielen.
Die Polizei nahm einen 35-jährigen Verdächtigen fest. Er sollte am Montag einem Richter vorgeführt werden.
(apa/red)
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