Donnerstag, 25. Dezember 2008

Schneechaos hält Amerika fest im Griff:
Winterstürme legen den Flugverkehr lahm

  • Verspätungen und Flugausfälle an der Tagesordnung
  • Vancouver erlebt erste 'weiße Weihnachten' seit 1971

Anhaltende Winterstürme in den USA und Kanada haben auch am Heiligen Abend für Chaos im Weihnachtsverkehr gesorgt. Auf zahlreichen Flughäfen zwischen New York und Florida dauerten die Verspätungen weiter an. In Chicago verbrachten unzählige Reisende die Nacht auf dem Flughafen, nachdem am Tag zuvor hunderte Flüge wegen Schneestürmen und Eisregen gestrichen worden waren. Der US-Automobilclub rechnet für die diesjährige Feriensaison mit rund 64 Millionen Reisenden.

In Seattle im Staat Washington mussten 18 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder einer Maschine der Alaska Airlines ärztlich behandelt werden, nachdem beim Enteisen ein Teil der Chemikalie versehentlich in das Lüftungssystem geraten war. Im Staat Wisconsin kamen eine Frau und ihr sieben Monate altes Baby durch einen Unfall auf eisglatter Fahrbahn ums Leben. In den Rocky Mountains starben am Mittwoch zwei Männer durch Lawinen.

In mehreren Teilen der USA fiel erneut der Strom aus. Für die nächsten Tage sagte der Wetterdienst für den Nordwesten des Landes weitere schwere Schneestürme voraus.

Air Canada strich am Heiligen Abend alle Kurz- und Mittelstreckenflüge von und nach Vancouver. Dort fielen erneut zehn Zentimeter Neuschnee. Erstmals seit 1971 sagten die kanadischen Meteorologen weiße Weihnachten für das ganze Land vorher.
(apa/red)

25.12.2008 11:36