'Schuhwerfer' verklagt Sicherheitsbeamte: Iraker bei seiner Festnahme schwer verletzt
- Mann fehlt ein Zahn, Blutergüsse am ganzen Körper
- Montasser al-Saidi drohen bis zu 15 Jahren Haft

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Der als Schuhwerfer bekannt gewordene irakische Journalist Montasser al-Saidi hat Sicherheitsbeamte der Regierung in Bagdad wegen Körperverletzung verklagt. Die Männer arbeiteten für den Sicherheitsdienst des Pressezentrums der irakischen Regierung und hätten den Fernsehjournalisten nach seiner Festnahme geschlagen und brutal behandelt, sagte Saidis Anwalt Dhija al-Saadi.
Dem 29-Jährigen fehle ein Zahn, sein linkes Auge sei blutunterlaufen und er habe mehrere Blutergüsse. Die Spuren der Misshandlungen werden seinen Angaben zufolge durch zwei medizinische Gutachten bestätigt.
Saidis Bruder hatte die Sicherheitskräfte zuvor beschuldigt, dem Journalisten einen Arm und mehrere Rippen gebrochen zu haben. Saidi hatte bei einer Pressekonferenz in Bagdad seine Schuhe in Richtung von US-Präsident George W. Bush geschleudert und gerufen: "Dies ist dein Abschiedskuss, du Hund!" Der 29-Jährige wurde daraufhin festgenommen. Ihm drohen wegen der "Aggression gegen einen ausländischen Staatschef" gemäß irakischem Strafrecht zwischen fünf und 15 Jahre Gefängnis. Der Prozess beginnt am 31. Dezember. Mitschnitte der Szene sorgten international für Furore.
(apa/red)
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