Österreicher halten sich für Nostalgiker:
Bei Selbsteinschätzung siegt Bequemlichkeit
- Nur 12 Prozent sehen Österreicher als Modernisten
- Heimisches Image wird durch die Tradition geprägt

Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat das Klagenfurter Humaninstitut die Österreicher zu ihrer eigenen Einschätzung über die Österreichische Seele befragt. Demnach glaubt die Mehrheit (42 Prozent), dass der Großteil der Landsleute Nostalgiker sei, die Wenigsten (zwölf Prozent) halten die Österreicher hingegen für Modernisten. Bei der Frage nach der eigenen Mentalität gewinnt die Bequemlichkeit (32 Prozent), dicht gefolgt von der Genussfähigkeit (30 Prozent). Nur zwölf Prozent halten die Österreicher für risikobereit.
Eher konservativ fällt auch das Ergebnis zur Frage nach Österreichs Image aus. 52 Prozent der Befragten gab an, dass Österreichs Image durch historische Tradition geprägt sei, nur 19 Prozent glauben, dass das Image durch neue Trend bestimmt sei.
Franz Witzeling, Chef des Humaninstitutes glaubt, dass sich die Österreichische Seele zwischen Fortschritt und Vorsicht gegenüber neuen gesellschaftlichen Entwicklungen "im mentalen Tangoschritt" bewegt. Der Beitritt zur EU und die Globalisierung hätten manch mentales Erdbeben ausgelöst. Als Beispiel nennt Witzeling etwa die Politik: "Kräfte, die sich bisher im sozialpartnerschaftlichen Paarlauf so manches richten konnten, suchen nach neuen Allianzen und politischen Partnerschaften".
(apa/red)
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