Keine Zärtlichkeit im Süden für Strache: BZÖ stoppt freiheitliches Haus vor Baubeginn
- Scheuch will auf Angebot von FPÖ nicht reagieren
- Keine Zusammenarbeit zwischen Orangen und Blauen
Mit Zurückweisung reagiert der Kärntner BZÖ-Parteiobmann Uwe Scheuch auf das Angebot der FPÖ, in Kärnten wieder zusammenzuarbeiten. Der blaue Parteichef Heinz-Christian Strache hatte den Wunsch geäußert, von Kärnten aus wieder "ein freiheitliches Haus zu erbauen". Scheuch ortet darin lediglich ein "wahltaktisches Kalkül". "Wir werden darauf in keiner Weise reagieren", sagte Scheuch.
Die von Strache angepeilte Zusammenarbeit mit dem BZÖ ist für Scheuch "unverständlich", obgleich der FPÖ-Chef eine Wiedervereinigung auf Bundesebene ausschließt. Bis vor wenigen Wochen habe man seiner Partei noch Steine nachgeworfen, die FPÖ habe wohl eingesehen, dass sie weder mit der Partei, noch mit Mario Canori - am Montag von Orange zu Blau gewechselter FPÖ-Spitzenkandidat - große Chancen habe, so Scheuch.
"Wir werden uns darauf nicht einlassen, sondern versuchen, das BZÖ als Nummer eins in Kärnten zu verteidigen", sagte der Parteiobmann. Das Angebot von Strache sei nur der Versuch, vor der Wahl mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, man werde den Wähler entscheiden lassen. Auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler lehnte die Annäherungsversuche Straches ab. Er sei gegen dessen Flirtversuche "absolut resistent", so der BZÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 1. März 2009.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat

