Berufliche Zukunft gesichert: Ex-Kanzler Gusenbauer geht zur Arbeiterkammer
- Ist als Referatsleiter für Europafragen zuständig
- Zusätzlich Lehrtätigkeit an zwei US-Universitäten
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Gusenbauer zieht letzte Bilanz zur Regierung

Das Geheimnis um die berufliche Zukunft von Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer ist gelüftet: Der abgelöste Regierungschef kehrt wieder dorthin zurück, wo er vor seinem Einstieg in die Politik gearbeitete hat - nämlich zur niederösterreichischen Arbeiterkammer. Er wird dort als Referatsleiter für Europafragen zuständig sein, bestätigte die Arbeiterkammer.
Laut "Niederösterreichischen Nachrichten" soll Gusenbauer dort etwa 4.000 Euro brutto monatlich verdienen. Wie die Vizedirektorin der niederösterreichischen Arbeiterkammer, Tina Heise, sagte, hat sich Gusenbauer bei seinem Wechsel in die Politik bei der Arbeiterkammer karenzieren lassen und kehrt nun wieder dorthin zurück. Er betreute dort von 1991 bis 1999 das Europareferat und soll seinen neuen Job im Februar antreten. Zusätzlich wird Gusenbauer eine Lehrtätigkeit an zwei amerikanischen Universität annehmen. Ab dem Frühjahrssemester wird er an der Brown University in Providence und an der Columbia University New York unterrichten. Gusenbauer war vorerst nicht zu erreichen.
Der frühere Bundeskanzler Gusenbauer könne für seine Tätigkeit in der Arbeiterkammer eine Fülle von Erfahrungen und Kontakten einbringen, sagte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger. Das werde für die Interessensvertretung der Arbeitnehmer "enorm hilfreich sein".
"Fülle an Themen"
Staudinger verwies in diesem Zusammenhang auf die EU-Wahl 2009, "wo es sehr viele Themen für Arbeitnehmer geben wird, die untersucht werden müssen". Dazu komme "eine Fülle von Themen wie die langsam aber sicher auslaufenden Übergangsbestimmungen und die Bestrebungen, den sozialen Charakter der EU zu stärken". Es handle sich dabei um Bereiche, bei denen eine starke Arbeitnehmervertretung gefragt sei.
AKNÖ-Direktor Helmut Guth betonte, dass Gusenbauers Wiedereinstieg bei der AKNÖ als Referatsleiter "mit der gleichen Einstufung, die er vor seiner Karenzierung hatte," erfolge. "In der Zeit, in der er weg war, hat es für ihn keine automatischen Vorrückungen gegeben." Die Kammer sei stolz, dass ihre Experten auch in Wissenschaft und Forschung tätig seien, so Guth weiter. "Wir haben das aber natürlich so geregelt, dass eine saubere Trennung der Lehrtätigkeiten und der Arbeit in der AKNÖ erfolgt."
(apa/red)
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