Vor Landtagswahl in Kärnten: Mario Canori als neuer FPÖ-Spitzenkandidat präsentiert
- SK Austria Kärnten-Präsident zum Kandidaten gekürt
- Ex-BZÖ-Mann "in politische Heimat zurückgekehrt"

·Unternehmer führt die Kärntner FPÖ
Canori war lange Weg- gefährte von Jörg Haider
·Strache will Claudia Haider an Bord holen!
Kärnten: FPÖ rüstet sich für die Landtagswahlen
Der ehemalige Klagenfurter Vizebürgermeister und nunmehrige Präsident des Fußball-Bundesligisten SK Austria Kärnten, Mario Canori, ist als Überraschungskandidat der FPÖ für die Landtagswahl am 1. März 2009 präsentiert worden. Mit dieser Kandidatur sei er in seine "politische Heimat" zurückgekehrt, sagte der Unternehmer am Montag vor Journalisten. Die FPÖ will in Kärnten drittstärkste Partei hinter dem BZÖ und der SPÖ werden.
Sich selbst bezeichnet Canori als "wertekonservativer, leistungsorientierter, sozialer Demokrat". Er werde alles tun, um Kärnten in eine sichere Zukunft zu führen. Als erster Schritt sei es nun seine Aufgabe, über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage sein persönliches Team zusammenzustellen.
Austritt beim BZÖ
Seine BZÖ-Mitgliedschaft legte Canori übrigens erst am Tag seiner öffentlichen Präsentation nieder."Als leidenschaftlicher Mitstreiter Jörg Haiders habe ich nur einen kurzen Ausflug ins BZÖ unternommen", meinte Canori. Er scheide aber im Guten und nicht im Bösen. "Ich bin sicher nicht der letzte, der diesen Schritt getan hat, es wird aber kein Werben (beim BZÖ, Anm.) geben", sagte der Spitzenkandidat. Er sehe sich als Brückenbauer zwischen den Lagern. Der eine oder andere würde sicher mitgehen, kündigte Canori an.
Als Gründe seines Ausscheidens aus dem BZÖ nannte er die Art und Geschwindigkeit, wie sich gewisse Personen das Erbe Jörg Haiders einverleibt hätten. Weiters den "Kapitalfehler", die Funktion des Landeshauptmannes und des BZÖ-Parteiobmannes zu trennen, das Verhalten gegenüber Claudia Haider sowie die Teilnahmslosigkeit im Bezug auf den SK Austria Kärnten. "Ich werde auch weiterhin für das Amt des Präsidenten zur Verfügung stehen", sagte er.
"Macher-Image"
Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache bezeichnete Canori als Kandidaten "mit Macher-Image", der überzeugt hinter der Linie der freiheitlichen Partei stehe. Er kündigte bis zur Landtagswahl auch weitere Überraschungen auf Gemeindeebene an und betonte immer wieder das Ziel der FPÖ, nämlich drittstärkste Kraft in Kärnten zu werden. Claudia Haider ist für Strache die "verbindende Person der freiheitlichen Lager". Er bekräftigte seien Vorschlag, ihr das Amt der Dritten Landtagspräsidentin anzubieten.
Landesparteiobmann Franz Schwager kündigte indes sowohl seine, als auch die volle Unterstützung sämtlicher Funktionäre für den Spitzenkandidaten an. Er pochte auch auf die langjährige Zusammenarbeit zwischen ihm und Canori: "Er hat schon früher den urbanen Bereich Klagenfurt betreut und ich das Kärntner Oberland", so Schwager.
BZÖ-Scheuch gelassen
Gelassen sieht BZÖ-Landesparteiobmann Uwe Scheuch die Überraschungskandidatur: "Ich werde Canori nicht näher bewerten, denn die Tatsache, dass jener Mann, der seine Bekanntheit stets im Windschatten und nur durch Jörg Haider erlangt hat, ihn nun derart verrät, erübrigt jeden weiteren Kommentar", so Scheuch.
(apa/red)
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