Neue Details zum Inzest-Fall: Josef F. wollte seine Vernehmungsprotokolle verkaufen!
- Tatverdächtiger forderte 4 Mio. Euro von Zeitung
- Deal sollte über einen Makler abgewickelt werden

·UMFRAGE: Finden Sie das in Ordnung?
Darf Josef F. mit dem Inzest-Fall Geld machen?
·Prozess gegen Josef F. vor Ostern 2009
Inzest-Fall: Verhandlung soll Mitte März beginnen
·Keine Sklaverei
und auch kein Mord
Josef F. will keinen
Tod verursacht haben
Im Inzest-Fall von Amstetten soll der Tatverdächtige versucht haben, aus dem Gefängnis heraus Geschäfte zu machen. Wie das deutsche Magazin "Stern" in einer Voraus-Meldung berichtete, habe Josef F. probiert, Vernehmungs- und Ermittlungsprotokolle für vier Millionen Euro an britische Boulevard-Zeitungen zu verkaufen. Rudolf Mayer, der Anwalt des 73-Jährigen, war vorerst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Der Tatverdächtige habe im August einen Immobilienmakler eingeschaltet, der in seinem Auftrag das Material verkaufen sollte, berichtete der "Stern". Der Immobilienmakler habe gegenüber dem Magazin den geplanten Deal bestätigt. Josef F. sei nach Angaben seines Bekannten mit etwa 3,5 Millionen Euro verschuldet und habe beabsichtigt, aus dem Erlös der Protokolle einen Teil davon zu tilgen und den Rest für seinen Lebensabend zurückzulegen.
Der Mittelsmann habe per Mail diverse Angebote an Boulevardblätter geschickt. Laut "Stern" kam es zu vier Treffen, aber zu keinem Abschluss des Geschäftes. In der Folge sei die Idee fallen gelassen worden.
Tochter führte Tagebuch
Laut "Stern" habe die 24 Jahre lang eingesperrte Tochter auch während der Gefangenschaft Tagebuch geführt. Es seien in Teilen banale Einträge über Essen oder Kinderkrankheiten. In Teilen aber schilderten sie mit bedrückender Intensität den Alltag im Verlies", so das deutsche Magazin.
Am 27. April war in Amstetten bekanntgeworden, dass der 73-jährige Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll. Während der Gefangenschaft habe der Mann mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt. Eines von ihnen sei 1996 drei Tage nach der Geburt gestorben, das tote Baby habe der 73-Jährige in einem Heizofen verbrannt. Josef F. befindet sich in Untersuchungshaft. Der 73-Jährige muss sich wegen wegen Mordes, Sklavenhandels, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung, schwerer Nötigung und Blutschande vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen Josef F. findet 2009 statt.
(apa/red)
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