Situation in den Bergen spitzt sich zu: In Vorarlberg herrscht große Lawinengefahr
- Steilhänge und eingewehte Bereiche gefährdet
- Bisher kamen schon zwei Skifahrer ums Leben
·Bereits drei Lawinen-
Tote am Wochenende
Osttirol und Damüls: Alle Opfer aus Deutschland
Laut dem aktuellen Bericht der Landeswarnzentrale ist die Lawinensituation in Vorarlberg weiter heikel. Wegen störanfälligen Triebschnees und Nassschnees herrschte verbreitet erhebliche Gefahr der Stufe 3. Besonders gefährdet sind Steilhänge und eingewehte Bereiche. Schneebrettauslösungen sind laut dem Bericht bereits durch einzelne Wintersportler möglich. Unerfahrene sollten daher die gesicherten Pisten nicht verlassen, so die Empfehlung der Landeswarnzentrale.
In tieferen Lagen hat Regen die Schneedecke geschwächt, in exponierten Lagen seien daher auch Selbstauslösungen von Feuchtschneelawinen möglich. Seit Donnerstag habe der Neuschneezuwachs oberhalb von 1.700 Metern zwischen 60 bis 90 Zentimetern betragen, am Sonntag kamen bei teils starkem Wind fünf bis 15 Zentimeter hinzu. Die Bindung des Neuschnees mit den älteren Schneeschichten sei nur mäßig bis schwach, so die Landeswarnzentrale. Zudem gebe es weitere ungünstige Zwischenschichten in der Schneedecke, die als Gleitschicht wirken können. Erst am Mittwoch werde die Lawinengefahr voraussichtlich zurückgehen.
Zwei Lawinen-Tote
Am Sonntag waren in Vorarlberg zwei Wintersportler bei Lawinenabgängen im Bregenzerwald und im Kleinwalsertal ums Leben gekommen. Die beiden Deutschen, 22 bzw. 40 Jahre alt, waren im freien Skiraum unterwegs gewesen. Ein dritter Lawinenabgang auf eine Skipiste in Lech am Arlberg verlief glimpflich.
Große Gefahr in Salzburg
Im Bundesland Salzburg herrscht überwiegend große Lawinengefahr (Warnstufe 4). Ausgenommen sind die Lungauer Nockberge, wo die Gefahr für Schneebretter erheblich (Stufe 3) ist, wie die Lawinenwarnzentrale des Amtes der Salzburger Landesregierung am Montag mitteilte. Neuschnee, Wind und Regen haben die Zahl der Gefahrenstellen deutlich ansteigen lassen.
Die neu entstandenen Triebschneeschichten sind oft schon durch das Gewicht einer einzelnen Person zu stören. Spontane Lawinen können mittlere, vereinzelt auch größere Ausmaße annehmen.
Betroffen sind vor allem steile, kammnahe Bereiche - vorwiegend in den Richtungen Nordost über Ost bis Süd -, aber auch Rinnen und Mulden anderer Expositionen können von der Seite mit Triebschnee beladen sein. Für Skitouren ist viel Erfahrung in der Lawinenbeurteilung erforderlich.
(apa/red)
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