Freitag, 19. Dezember 2008

Haushalt macht der Frau echt zu schaffen: Mit Familiengröße steigt auch ihr Herzrisiko

  • Am gesündesten lebt schönes Geschlecht ohne Kinder
  • Erfüllen verschiedendster Rollen vermutlich belastend

Frauen in Mehrgenerationen-Haushalten neigen besonders stark zu Herzerkrankungen. Eine japanische Langzeitstudie an fast 91.000 Menschen zeigt, dass Frauen, die mit Partner, Nachwuchs und Eltern oder Schwiegereltern unter einem Dach wohnen, zwei bis dreimal häufiger eine koronare Herzerkrankung entwickeln als jene Frauen, die nur mit einem Mann zusammenleben.

In gewöhnlichen Familien - also mit Mann und Nachwuchs - war die Gefährdung der Frauen etwa doppelt so hoch wie bei jenen Teilnehmerinnen, die kinderlos mit ihrem Partner eine Wohnung teilten. Auf die Mortalität wirkte sich das erhöhte Erkrankungsrisiko allerdings nicht aus. Die Ärzte der Universität Osaka schließen daraus, dass die Lebensumstände zwar die Neigung zu der Krankheit beeinflussen, aber nicht die Prognose.

Sie vermuten, das Erfüllen verschiedener Rollen als Mutter, Partnerin, Tochter oder Schweigertochter setze die Frauen unter Stress. Dies erhöhe die Werte von Stresshormonen und Entzündungsproteinen im Blut und schädige so das Kreislaufsystem. Allerdings scheine die Anwesenheit anderer Menschen, vor allem der Eltern, die Frauen von gesundheitsschädlichem Verhalten wie etwa Rauchen oder starkem Alkoholkonsum abzuhalten. (apa/red)

19.12.2008 16:56