Das nennt man schnelles Studium: Mit 16 Jahren Bachelor und jüngster Uni-Absolvent
- Bachelorstudium "Software Information Engineering"
- Hochbegabter erledigte parallel Matura und Studium

Allen Schnellstudierenden wird die Latte hoch gelegt. Marian Kogler hat jüngst im Alter von 16 Jahren sein Bachelorstudium "Software Information Engineering" an der Technischen Universität (TU) Wien abgeschlossen. Laut TU sehe er sich aber nicht als "Wunderkind". Nun strebt er den Master-Abschluss in "Computational Intelligence" an - und zwar voraussichtlich "Ende 2009, Anfang 2010".
Zusätzlich arbeitet Kogler als Tutor für die Fakultät für Informatik. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten wurden bereits früh erkannt: Bei einer Fernsehsendung über hochbegabte Kinder entdeckten seine Eltern viele Parallelen zu ihrem Sohn. Ein IQ-Test im Alter von drei Jahren habe die Vermutung bestätigt, hieß es. Der Sohn konnte mit zweieinhalb Jahren schon lesen, ab drei schreiben und bereits dreistellige Zahlen addieren und subtrahieren.
Nach anfänglichen rechtlichen Hürden startete der 13-Jährige seine akademische Karriere als außerordentlicher Student an der TU Wien. Der Hochbegabte erledigte in zwei Jahren Parallelbetrieb Matura und Studium. Nur ein Jahr nach Schulabschluss war das Bachelorstudium in Mindestzeit erledigt. Im Hauptstudium entschied er sich für die Informatik.
Ausnahmetalent
Professor Gerald Futschek, Mentor des Ausnahmetalents und Betreuer seiner Bachelorarbeit, ist von der raschen Aufnahmefähigkeit, dem umfassenden Verständnis und der unglaublichen Eigeninitiative seines Mentee beeindruckt. Er sei "ein echter Vollblut-Informatiker". Der Vizerektor für Lehre der TU Wien, Adalbert Prechtl, sieht in Kogler "ein leuchtendes Beispiel".
"Wenn es zeitlich möglich ist", will er auch noch die Abschlüsse in seinen anderen zwei Studien, das Bachelor-Studium "Mathematik in den Computerwissenschaften" (TU Wien) sowie das Diplomstudium der Sprachwissenschaften (Uni Wien) machen. Konkrete Pläne für seine Zukunft gibt es noch keine, "fürs weitere will ich erst einmal im wissenschaftlichen Bereich bleiben", so Kogler. (apa/red)
