Plus 200 Prozent: Schmuckhandel freut sich über ansehnlichen Weihnachtsbonus
- Schmuck-Geschenke kosten durchschnittlich 200 Euro
- Internationale Krise: Wird Schmuck zur Wertanlage?
·Spannender letzter Einkaufs-Samstag
Christkind größtenteils von Finanzkrise verschont
·Wie das Christkind
die Wirtschaft rettet
Handel & Industrie hoffen
auf Weihnachtsgeschäft
Von allen heimischen Handelsbranchen profitiert der Schmuckhandel am meisten vom Weihnachtsgeschäft. Im Dezember setzt die Branche 200 Prozent mehr um als in einem "normalen Monat", so die KMU Forschung. 2007 betrug der Gesamtumsatz im Dezember rund 92 Mio. Euro. Jene Österreicher, die zu Weihnachten Schmuck schenken, geben im Durchschnitt 200 Euro dafür aus.
Mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft sind die Uhren- und Schmuckhändler "sehr zufrieden. Meine Erwartungen sind übertroffen worden. Die Konsumenten haben sich von den Horrormeldungen im Oktober und November angesichts der Finanzkrise nicht abschrecken lassen", sagte der Obmann des Wiener Einzelhandels der Juweliere in der Wirtschaftskammer, Römer. Der Wiener Handel könnte aber ein noch besseres Ergebnis erzielen, wenn es auch in der Bundeshauptstadt endlich schneien würde, glaubt Römer. "Schnee belebt das Geschäft, denn dann wissen die Menschen, dass Weihnachten ist und kommen in Kauflaune."
Zwar hat die Kundenfrequenz heuer zugenommen, im Durchschnitt geben diese Kunden aber weniger aus als noch vor einem Jahr, sagte Römer. Viele würden "nur schauen kommen" - richtig teurer Schmuck im Wert von einigen Tausend Euro werde nicht so nachgefragt wie 2007.
Schmuck als Wertanlage?
Dass Schmuck ob der schlechten Wirtschaftslage als Wertanlage gesehen werden könnte, glaubt der WKÖ-Obmann nicht. Eine ganz andere Beobachtung macht hier das Wiener Auktionshaus Dorotheum. Bei den Juwelen-Auktionen hätten sich große Steine, also Diamanten und Brillanten, Smaragde, Saphire und Rubine am besten verkauft. Laut Astrid Fialka, Leiterin der Juwelen- und Uhrenabteilung, kann dies als Zeichen des "Anlegegedankens" gedeutet werden.
Im vergangenen Jahr haben die 1.360 heimischen Uhren- und Schmuckhändler mit rund 3.450 Mitarbeitern 460 Mio. Euro umgesetzt.
(apa/red)

