Gewinneinbruch bei Wolford zum Halbjahr: Konjunkturelles Umfeld schuld am Verlust
- Derzeitige Konsumentennachfrage ist zurückhaltend
- Zusatzkosten im Luxussegment haben Auswirkungen

Der Vorarlberger Textilhersteller Wolford hat im ersten Halbjahr 2008/09 einen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank gegenüber der Vorjahresperiode von 5,1 auf 3,7 Mio. Euro, die EBIT-Marge schmolz von 6,7 auf 4,8 Prozent. Der Periodenüberschuss brach von 3,6 Mio. auf 716.000 Euro ein. Die Umsätze erhöhten sich leicht von 76,5 auf 76,6 Mio. Euro.
Der Gewinn je Aktie schrumpfte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres von 0,74 auf 0,15 Euro. Der Cash-Flow aus dem Ergebnis verringerte sich von 7,3 auf 4,5 Mio. Euro. Der Verschuldungsgrad erhöhte sich von 38,2 auf 51,4 Prozent. Das Eigenkapital betrage 78,96 (76,19) Mio. Euro.
"Aufgrund des schwierigen konjunkturellen Umfeldes geht der Vorstand davon aus, dass das Geschäftsjahr 2008/09 mit einem unter dem Vorjahresniveau liegenden Umsatz und Ergebnis abgeschlossen wird", teilte Wolford mit. "Auch an uns gehen die Auswirkungen der weltweiten Konjunkturabkühlung, einhergehend mit einer zurückhaltenden Konsumentennachfrage, nicht spurlos vorüber", teilte Holger Dahmen, Vorstandsvorsitzender der Wolford AG, mit. Neben der spürbaren Konsumzurückhaltung im Luxussegment hätten Zusatzkosten für im Berichtszeitraum neu eröffnete Retail-Standorte und die Auswirkungen der Fremdwährungsentwicklungen - vor allem des US-Dollars und des Britischen Pfundes - das Ergebnis belastet.
(apa/red)

