Stadt Wien erhöht Gebühren und Mieten:
Tarife für Müll und Kanal werden angehoben
- Bürgermeister Michael Häupl verteidigt Erhöhungen
- Gebühren schlagen mit nur 0,03 Prozent auf Inflation
Wiens Bürgermeister Michael Häupl verteidigt die jüngst bekanntgegebenen Gebührenerhöhungen der Stadt in den Bereichen Müll und Abwasser: "Wir sind hier sehr genau und sehr behutsam vorgegangen", so das Stadtoberhaupt. Er gebe außerdem zu bedenken, dass Wien Investitionen tätigen müsse, um angesichts der weltweit schwierigen Finanzlage Arbeitsplätze zu sichern: "Woher sollen wir das Geld nehmen, wenn wir keine Einnahmen haben?"
Es wurde bekanntgegeben, dass auf Basis des Valorisierungsgesetzes per 1. Jänner 2009 die Kanal- und Müllgebühren in der Bundeshauptstadt um 5,59 Prozent steigen. Mit Anfang Februar werden darüber hinaus die Mieten im Gemeindebau um 5,69 Prozent angehoben. Die Opposition sprach daraufhin von "Abzocke" und "Sozial-Verrat".
Auch die Arbeiterkammer forderte die Rücknahme der Erhöhung, da man angesichts der Konjunkturkrise die Kaufkraft stärken statt schwächen müsse. Häupl ließ dieses Argument heute nicht gelten. Er verwies darauf, dass sich die Gebühren mit nur 0,03 Prozent auf die Inflation niederschlagen würden. Zudem liege etwa die anstehende Verteuerung der Müllabgaben sowieso unter der Inflationsrate - wenn man die vergangenen zwei Jahre zusammenzähle, als der Mülltarif zuletzt angehoben wurde.
(apa/red)
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