Dienstag, 16. Dezember 2008

Schwerer Einstieg für Junge in Arbeitswelt:
Anstellungen werden zunehmend unsicherer

  • Kaum Möglichkeiten sich in Arbeitswelt zu etablieren
  • Absolventen suchen lange für erste Beschäftigung

Der Einstieg in den Arbeitsmarkt wird für junge Menschen immer schwerer. Sie fänden häufig nur flexible und unsichere Beschäftigungsformen, und die Chancen, sich rasch sicher zu etablieren, seien dramatisch gesunken, erklärte die Universität Bamberg. Sie war an einer internationalen Studie zum Anfang des Arbeitslebens beteiligt.

Seit Beginn der 80er Jahre dauert es demnach immer länger, bis Absolventen eine erste Anstellung finden. Dieses Ergebnis sei eigentlich paradox, erklärten die Forscher. Die nachwachsenden Generationen hätten im Vergleich zu den früheren in der Regel eine höhere Qualifikation, häufiger Auslandserfahrung und viel bessere Fremdsprachenkenntnisse. Trotzdem bleibe ihnen auf dem Arbeitsmarkt häufig nur das Nachsehen.

Schwierigkeiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt wirken sich laut der Studie auch längerfristig aus: Bräuchten Absolventen relativ lange, um eine erste Beschäftigung zu finden, oder begännen sie ihre Erwerbskarriere in einem unsicheren Beschäftigungsverhältnis, so sei die Gefahr deutlich erhöht, dass sie später weiteren Risiken wie Arbeitslosigkeit begegneten.

Unsichere Karriere
Die Studie weist zudem darauf hin, dass sich diese Situation eher verschärfen als entspannen wird. Mit jeder neuen Generation werde das Beschäftigungssystem flexibler und die Karrieren unsicherer. Für die Studie untersuchten die Forscher den Arbeitsmarkteinstieg in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, den USA, Schweden, Dänemark, Ungarn und Estland.
(apa/red)

16.12.2008 13:55