Montag, 15. Dezember 2008

Stadt Wien erhöht Gebühren und Mieten:
Tarife für Müll und Kanal werden angehoben

  • Basis für die Erhöhung ist Valorisierungsgesetz
  • Änderungen der Preise ohne Gemeinderatsbeschluss

Die Bundeshauptstadt Wien erhöht die Gebühren für Müll und Abwasser: Wiener Haushalte müssen dafür ab 1. Jänner um 5,59 Prozent mehr zahlen. Das kündigte Umweltstadträtin Sima an. Basis für die Anhebung ist das - zuletzt von der Opposition heftig kritisierte - Valorisierungsgesetz.

Laut diesem Gesetz können sich Müll-, Parkometer- sowie Wasser-und Abwassergebühren ändern, ohne dass der Gemeinderat damit befasst werden muss. Übersteigt der Verbraucherpreisindex (VPI) zur Jahresmitte drei Prozent, wird zu Beginn des folgenden Jahres eine entsprechende Anpassung vorgenommen. Anfang Jänner 2009 wird diese Regelung erstmals schlagend, und da der VPI über die Grenze geklettert ist, wird erhöht - allerdings nur die Müll- und Kanalgebühren.

Anhebung nicht verpflichtend
Denn die Anhebungen sind keinesfalls verpflichtend, sondern können ausgesetzt werden. Dies wird beim Trinkwasser-Preis geschehen, wie Sima versicherte. Er bleibt auf dem bisherigen Niveau. Auch die Parkgebühren werden nicht erhöht, hieß es am Montag im Rathaus.

Die nun verkündete Gebührenerhöhung sieht konkret so aus: Die Abwassergebühr beträgt pro Kubikmeter künftig 1,78 statt bisher 1,69 Euro (Differenz 9 Cent). Die Müllabfuhr-Abgabe steigt (pro 120 Liter Müll pro Woche, Anm.) von 3,78 Euro um 21 Cent auf 3,99 Euro. Die Veränderungen entsprechen der Entwicklung des Verbraucherpreisindex seit 2007, hieß es.

Mieten teurer
Auch das Wohnen in Wien wird teurer: Die - von der Stadt im Herbst freiwillig angekündigte - Aussetzung der Anhebung der Kategoriemietzinse endet mit 31. Jänner 2009. Ab Februar steigen die Mieten in Gemeindebauten somit wieder an. Wie Wohnbaustadtrat Ludwig bekanntgab, wird die Erhöhung netto 0,11 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen. Das ist ein Anstieg um 5,69 Prozent.
(apa/red)

15.12.2008 14:31