Daniel Albrecht siegt im RTL von Alta Badia:
Hannes Reichelt mit Hussarenritt auf Podest
- Nach ersten Durchgang nur auf Rang 14 - am Ende 3.
- Benjamin Raich rutscht im 2. DG auf Platz 7 zurück

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Die Schweizer Ski-Herren haben erstmals seit 1998 einen Sieg im Riesentorlauf-Klassiker in Alta Badia gefeiert. Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Erfolg von Michael von Grünigen setzte sich diesmal Daniel Albrecht auf der Gran-Risa-Piste durch und übernahm damit Platz eins im Riesentorlauf-Weltcup, für den 25-Jährigen war es der vierte Weltcup-Erfolg seiner Karriere. Hinter Albrecht landeten der Kroate Ivica Kostelic (+0,12 Sekunden) und der Salzburger Hannes Reichelt (0,33).
Reichelt verdankte seinen Stockerlplatz einem famosen zweiten Durchgang, in dem er mit sechstbester Laufzeit noch vom 14. auf den dritten Rang nach vorne stürmte. "Nach dem viel zu verhaltenen ersten Durchgang bin ich mit der Wut im Bauch gefahren. Endlich ist mir ein ähnlicher Lauf wie im Training gelungen", freute sich der Super-G-Weltcup-Sieger des vergangenen Winters.
Raich zweitbester Österreicher
Diesmal nur zweitbester Österreicher war Benjamin Raich als Siebenter, ebenfalls Weltcup-Punkte holten Marcel Hirscher (12.), Romed Baumann (19.) und Philipp Schörghofer (23.). Österreichs Herren sind damit in Alta Badia weiterhin seit 1997 ohne Sieg, damals hatte Christian Mayer den Riesentorlauf gewonnen. Die nächste Gelegenheit bietet sich aber bereits am Montag im Slalom (10 und 13 Uhr).
Für den Radstädter Reichelt war es das erste echte Topergebnis in der laufenden Saison, bisher war der neunte Rang vom Riesentorlauf in Val d'Isere sein bestes Ergebnis gewesen. "Mir fehlte dieser berühmte Kick, den hab' ich mir jetzt geholt, jetzt sollte es dahingehen", hoffte der Salomon-Pilot, der vor zwei Jahren in Alta Badia sogar Laufbestzeit im zweiten Durchgang markiert hatte.
Raich, in Alta Badia bereits zweimal Zweiter, war diesmal mit den Leistungen in beiden Durchgängen nicht wirklich zufrieden. "Im ersten Durchgang habe ich es nicht geschafft, richtig ans Limit zu gehen. Im zweiten Lauf war die Piste dann natürlich schon schlechter, aber immer noch besser als meine Fahrt", erklärte der Pitztaler, zur Halbzeit Fünfter, selbstkritisch.
Gutes Ergebnis für Youngster Hirscher
Österreichs Nachwuchshoffnung Hirscher bestätigte mit Rang zwölf seinen Aufwärtstrend im Riesentorlauf. "Die Weltcup-Strecken gehen im Vergleich zum Europacup extrem auf die Kraftsubstanz. Aber die Piste hier ist perfekt für mich, steil und schwer", erläuterte der 19-Jährige.
Eine Woche zum Vergessen hat hingegen Christoph Gruber erlebt, in Gröden gab es die Plätze 46 (Super G) und 31 (Abfahrt), in Alta Badia schied der Tiroler dann im zweiten Lauf aus. "Das war eine der schlimmsten Wochen meiner Karriere", war der Schwazer verzweifelt. Gruber hatte sich voll auf die Abfahrt in Gröden konzentriert und dafür die Riesentorlauf-Vorbereitung vernachlässigt, unterm Strich blieb der Erfolg dann auf der ganzen Linie aus. "Meine Strategie geht derzeit einfach nicht auf, ich finde nicht die richtige Mischung."
Für Stephan Görgl war das Rennen bereits nach Durchgang eins beendet, nach ausgezeichneter Fahrt im oberen Teil machte der Steirer ausgerechnet vor dem flachen Schlussstück einen schweren Fehler und riss insgesamt 3,11 Sekunden Rückstand auf (Rang 34). "Das war ein richtig beschissenes Tor. Aber ich gehe mit dem Gefühl in die Weihnachtspause, dass ich schnell Ski fahren kann", nahm Görgl, im Gröden-Super-G als Sechster bester Österreicher, das Positive von Südtirol mit nach Hause.
(apa/red)
