ÖSV-Team jagt Sieg in Alta Badia hinterher:
Letzer Triumph liegt bereits elf Jahre zurück
- Naturschneemassen könnten zum Vorteil gereichen
- Historischer Neunfacherfolg wird endlich abgelichtet

·Trumpf Walchhofer
soll in Gröden stechen
Guay, Cuche & Miller als
Rivalen bei der Abfahrt
·Werner Heel lässt die
Asse im Wind stehen
Italiener siegt unerwartet
beim Super-G in Gröden
·Daten & Fakten zum Klassiker in Gröden
Weltcup-Rennen seit 1969 auf der Saslong
·Kein Comeback von
Grugger in Gröden
Salzburger ist schon seit über 1 Jahr außer Gefecht
Die Südtiroler Weltcup-Tage gehen weiter. Nach Gröden ist am Sonntag und Montag Alta Badia an der Reihe, auf der Gran-Risa-Piste finden ein Riesentorlauf sowie ein Slalom (Ersatz für Val d'Isere) statt. Die österreichische Siegausbeute in Alta Badia ist bescheiden, für den bis dato letzten Erfolg hat Christian Mayer am 21. Dezember 1997 gesorgt. "Wir sind gut vorbereitet", versprach jedoch Österreichs Technik-Cheftrainer Christian Höflehner.
Dabei waren die Vorbereitungen der ÖSV-Techniker aufgrund der Schneemassen im Süden Österreichs und der Wärme oberhalb des Alpenhauptkamms nicht einfach. Rainer Schönfelder, Mario Matt und Co. fanden jedoch letztlich in Hinterreit, Kühtai oder auf der Reiteralm optimale Bedingungen vor.
2007 hatte Kalle Palander den Riesentorlauf-Klassiker in Alta Badia bereits zum dritten Mal gewonnen, der Finne wird seinen Sieg jedoch aufgrund seiner Unterschenkel-Verletzung nicht verteidigen können. Platz zwei war an Benjamin Raich gegangen, der Pitztaler hat in Alta Badia nach wie vor noch nie gewonnen. Im Slalom hatte der Franzose Jean-Baptiste Grange triumphiert, Reinfried Herbst war als bester ÖSV-Athlet Vierter geworden.
Naturschneemassen ist Vorteil für Österreicher
Die Weltcup-Piloten könnten diesmal in Alta Badia andere, nämlich weniger aggressive Schneeverhältnisse vorfinden, dies wäre sicher kein Nachteil für die Österreicher. Denn während die Gran Risa ansonsten ein "knuspriges" Kunstschneeband zu bieten hat, wird sie sich diesmal aufgrund der Naturschneemassen der vergangenen Wochen wohl in etwas anderem Zustand präsentieren.
Schönfelder will sich nach seiner Schienbeinprellung weiter herantasten, die ersten ordentlichen Slalom-Trainingstage seit Zermatt im August haben dem Kärntner dabei gutgetan. "Es wird schön langsam. Aber in Extremsituationen erlebt er im Training immer wieder schmerzhafte Schrecksekunden. Das ist fürs Vertrauen nicht sehr förderlich", meinte Höflehner über den mühsamen Weg des Kärntners zurück zu alter Stärke.
Ein ganz spezielles Rennen wird Alta Badia auch für Manfred Pranger, der Tiroler hatte sich vor einem Jahr auf dieser Piste einen Kreuzbandriss zugezogen. Vor allem für den Slalom am Montag versprüht Höflehner viel Optimismus. "Im Slalom haben wir mindestens fünf Läufer, die ganz vorne mitmischen können. Und zudem noch einige, die in Lauerstellung sind", erklärte der steirische ÖSV-Trainer.
Neunfacherfolg wird aufgenommen
Fast so lange her wie der letzte ÖSV-Sieg auf der Gran Risa ist der legendäre ÖSV-Neunfacherfolg am Innsbrucker Patscherkofel. Am 21. Dezember 1998, also exakt ein Jahr nach Mayers Triumph in Alta Badia, gewann dort Hermann Maier vor Mayer, Fritz Strobl, Stephan Eberharter, Rainer Salzgeber, Hans Knauß, Patrick Wirth, Andreas Schifferer und Werner Franz den Super-G.
Ein Jahrhundertereignis, das nur den Schönheitsfehler hatte, dass es bis heute kein Foto von allen neun gemeinsam gibt. Das soll nun nachgeholt werden, wenn dieses Skifest aufgrund des zehnjährigen Jubiläums am Patscherkofel mit allen Hauptdarstellern von damals gefeiert wird. Das Neuner-Bild wird es aber auch diesmal nur geben, wenn der Helikopter-Transport von Maier sowie dessen Head-Betreuern Salzgeber und Wirth von Alta Badia nach Innsbruck klappt.
(apa/red)
