Dienstag, 16. Dezember 2008

Hans Gruggers Leidenszeit hält weiter an:
Ski-Ass bläst sein Comeback in Gröden ab

  • "Mir fehlt noch absolute Sicherheit beim Skifahren"
  • Salzburger will nun in Bormio zurück in den Weltcup

Hans Gruggers verletzungsbedingte Pause dauert an. Der Salzburger, aufgrund einer schweren Verletzung im linken Knie seit 24. November 2007 ohne Einsatz im Alpinen Ski-Weltcup, hatte leise Hoffnungen auf ein Comeback in Gröden (Freitag Super G, Samstag Abfahrt) gehabt, verschob die geplante Rückkehr aber nun auf Bormio (Abfahrt am 28. Dezember).

"Mir fehlt noch die absolute Sicherheit beim Skifahren, deshalb wäre es schwierig ans Limit zu gehen", meinte Grugger, der seine Entscheidung im Anschluss an ein Super-G-Training auf der Reiteralm getroffen hat. Der seit Samstag 27-Jährige - im Laufe seiner Karriere bereits mehrfach schwer verletzt - steht seit rund zehn Tagen wieder auf seinen Head-Skiern, nach freiem Skifahren im heimischen Gasteinertal hat Grugger auch zwei Super-G-Trainingstage hinter sich gebracht.

"Aber zwei Trainingstage sind für eine Weltcup-Abfahrt wie Gröden einfach zu wenig", erklärte der Sieger von vier Weltcup-Rennen, der mit den langwierigen Folgen von Kreuzbandriss, Meniskusriss und Knorpelschaden im linken Knie zu kämpfen hat. Die Überseerennen hatte Grugger zuletzt absagen müssen, weil eine bakterielle Entzündung im lädierten Knie neuerlich für Probleme gesorgt hatte.

Ab Bormio sowie bei den Rennen im Jänner will Grugger dann wieder Gas geben und ans Limit gehen. An die WM 2009 im Februar in Val d'Isere verschwendet Grugger aktuell keinen Gedanken. "Die WM ist für mich derzeit kein Thema, erst einmal will ich wieder in den Weltcup zurückkehren." (apa/red)

16.12.2008 12:31