Dienstag, 16. Dezember 2008

Nach Suzuki macht auch Subaru "schlapp":
Hersteller zieht sich aus Rallye-WM zurück

  • Japaner führen Weltwirtschaftskrise als Grund an
  • Mit Citroen und Ford nur mehr zwei Marken dabei

Nach Suzuki zieht sich nun mit Subaru auch der zweite japanische Automobilhersteller wegen der globalen Wirtschaftskrise aus der Rallye-Weltmeisterschaft zurück. Damit sind in der Rallye-Serie mit Citroen und Ford nur mehr zwei Hersteller am Start. Für die Marken-WM sind im Reglement allerdings mindestens drei Teams vorgesehen. Erst am Montag hatte sich Suzuki aus der Rennserie zurückgezogen.

"Unser Geschäftsumfeld hat sich wegen des schnellen Abschwungs der weltweiten Wirtschaft dramatisch verändert", teilte der Subaru-Mutterkonzerns Fuji Heavy Industries mit. Subaru war seit 19 Jahren auf Straßen und Schotterpisten dabei. In dieser Zeit holten die Japaner drei Marken- und drei Fahrertitel. Mit dem Schotten Colin McRae (1995), dem Engländer Richard Burns (2001) und dem Norweger Petter Solberg (2003) stellte man drei Mal den Fahrerweltmeister.

Marken-WM auf der Kippe
Die Nachricht kam für die Branche wie ein Schock. Wenn das Rallye-Jahr Ende Februar 2009 in Irland beginnt, steht die Marken-WM auf der Kippe. Nach dem Ausstieg von Suzuki und Subaru sind nur noch Citroen und Ford werksseitig vertreten. Für ein WM-Prädikat setzt der Internationale Automobilverband aber die Teilnahme von drei Herstellern voraus. Möglich ist jedoch, dass die beiden privaten Ford-Teams von Stobart und Munchi's, die schon in diesem Jahr mit einem eingeschränkten Programm zur Marken-WM antraten, auch 2009 als Herstellerteams gewertet werden.

"Domino-Effekt" im Motorsport
Suzuki hatte sich erst am Montag aus der Rallye-WM verabschiedet. Kurz danach hatte auch Audi die renommierte American-Le-Mans-Sportwagenserie verlassen. Man wolle sich künftig "auf die Schauplätze in Europa konzentrieren", teilte das Unternehmen mit, das auch sein Segel-Engagement einstellte. Bereits zehn Tage zuvor war Honda überraschend aus der Formel 1 ausgestiegen. Damals hatten Experten schon vor einem "Domino-Effekt" für den Motorsport gewarnt.

(apa/red)

16.12.2008 14:19