Samstag, 20. Dezember 2008

Obama kämpft gegen die Klimaerwärmung: Klimaschützer in seinen Beraterstab berufen

  • Künftiger Präsident: Wissenschaft & Ideologie trennen
  • Betonte Bedeutung von freier & offener Wissenschaft

Der künftige US-Präsident Barack Obama hat renommierte Klimaschützer und Genforscher in seinen Beraterstab berufen. "Es ist an der Zeit, dass wir die Wissenschaft wieder an die oberste Stelle unserer Agenda rücken und Amerikas Platz als führende Weltmacht auf technologischem und wissenschaftlichen Gebiet zurückerobern", sagte Obama in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Mit der Wahl seiner Experten machte er deutlich, in den Kampf gegen die Klimaerwärmung, sowie in die Genforschung, Schwerpunkte seiner Politik setzen zu wollen.

Beobachter sprachen von einem deutlichen Bruch mit der Politik des scheidenden Präsidenten George W. Bush, dessen Amtszeit über weite Strecken von Untätigkeit in der Frage des Klimawandels geprägt gewesen sei.

Obama betonte in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache die Bedeutung einer freien offenen Wissenschaft. Man müsse dem zuhören, "was unsere Wissenschaftler zu sagen haben, selbst wenn es unbequem ist - besonders, wenn es unbequem ist", sagte Obama. Es gehe nicht nur um Finanzmittel, sondern auch darum, Fakten und Beweise nicht von Politik und Ideologie beeinflussen zu lassen. "Von der Landung auf dem Mond zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms zur Erfindung des Internets hat Amerika immer als erstes Grenzen überschritten, weil wir Führungspersönlichkeiten hatten, die den Weg freigemacht haben", sagte Obama.

(apa/red)

20.12.2008 22:27