22 Jahre nach Tschernobyl: Berlusconi kündigt Italiens Rückkehr zur Atomkraft an
- Premier will AKW der neuen Generation bauen
- Zusammenarbeit mit Frankreich und Großbritannien
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Italien: Freuen sich heuer
über Schmuggel-Kaviar
·BILDER: Lagunenstadt
Venedig unter Wasser
Touristen und Bewohner
versinken in den Fluten
Italien will nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder in die zivile Nutzung der Atomkraft einsteigen. Dies bekräftigte der italienische Premierminister Silvio Berlusconi bei einer Pressekonferenz zu Jahresabschluss. Um dem steigenden Strombedarf im Land entgegen zu kommen, müssten Atomkraftwerke auf italienischem Boden gebaut werden, erklärte Berlusconi. Italien werde im Atombereich eine Zusammenarbeit mit Frankreich und Großbritannien starten, kündigte Berlusconi an.
Ein Jahr nach dem Super-GAU im ukrainischen Tschernobyl 1986 hatten die Italiener per Volksabstimmung das Ende der Kernkraft durchgesetzt. Damit mussten die drei damaligen Atomkraftwerke abgeschaltet werden, ein in Bau befindliches AKW ging nicht mehr ans Netz. Laut Enel gewinnt Italien heute 60 Prozent seiner Energie aus Erdgas. Große Stromausfälle wie im September 2003 haben wiederholt die Diskussion um eine Rückkehr zur Kernkraft angeheizt.
(apa/red)
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