Freitag, 19. Dezember 2008

Nach dem Auslaufen des Waffenstillstands:
Palästinenser feuern Raketen auf Israel ab

  • Radikalislamische Hamas lehnt Verlängerung ab
  • Israel will über weitere Vorgehensweise noch beraten

Die im Gaza-Streifen regierende Hamas hat den vor sechs Monaten mit Israel vereinbarten Waffenstillstand offiziell für beendet erklärt. Die radikalislamische Organisation hatte sich im Juni auf den Waffenstillstand verständigt und sich davon eine deutliche Erleichterung des Warenverkehrs in den Gazastreifen versprochen. Kurz vor Ende der Waffenruhe wurden Raketen auf Israel abgeschossen.

Der palästinensische Außenminister Riyad al-Malki hat die Entscheidung der radikalen Hamas zur Beendigung des Waffenstillstand mit Israel als "unverantwortliche Vorgehensweise" bezeichnet, die die Sicherheit der Menschen im Gaza-Streifen gefährde und zurück in "die Zeiten des Krieges" führe. Er sei darüber "sehr unglücklich", meinte der Minister in Wien.

"Die Waffenruhe ist zu Ende gegangen und wird nicht erneuert, weil der zionistische Feind die Bedingungen nicht eingehalten hat", erklärten die Ezzedin al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas. Zu den Raketenangriffen, die kurz vor dem Ende des Waffenstillstands auf Israel verübt wurden, bekannte sich die radikalislamische Gruppierung Islamischer Juhad. Durch den Angriff ist aber kein Schaden entstanden. Die radikalislamische Organisation hatte sich unter ägyptischer Vermittlung im Juni auf den Waffenstillstand verständigt und sich davon eine deutliche Erleichterung des Warenverkehrs in den Gazastreifen versprochen. (apa/red)

19.12.2008 19:57