Gewalt kehrt wieder nach Athen zurück:
Molotow-Cocktails auf die Polizei geworfen
- Auch Steine & Farbbeutel als Geschosse verwemdet
- Exekutive setzt Tränengas ein - Passanten flüchten
·Angriff auf Polizei- präsidium in Athen
Jugendliche werfen
Steine und Brandsätze
·Brennende Autos und zerstörte Schaufenster
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Unruhen in Griechenland

Athen kommt nicht zur Ruhe: Nach einer zunächst friedlichen Demonstration von mehreren tausend Studenten und Schülern kam es erneut zu Zusammenstößen vor dem Parlamentsgebäude. Rund 300 Vermummte lösten warfen Molotow-Cocktails auf die Polizei. Andere versuchten, die Fensterscheiben von zwei Luxushotels zu zerschlagen und warfen Steine und Farbbeutel auf die Polizei.
Die Beamten setzten Tränengas ein. Passanten flüchteten in Panik, berichteten Augenzeugen. Die Ausschreitungen in Griechenland dauern seit fast zwei Wochen an. Auslöser war der Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel am 6. Dezember. Zuvor hatten rund 3000 Schüler, Lehrer und Studenten wegen der tödlichen Schüsse eines Polizisten auf den Jugendlichen demonstriert.
Die Teilnehmer zweier Kundgebungen trugen Transparente mit Aufschriften wie "Der Kampf geht weiter" oder "Mörderstaat". Auf ihren Protestmärschen wurden sie von einem großen Polizeiaufgebot bewacht. Auch in Thessaloniki demonstrierten rund 300 Menschen. Zu den Kundgebungen hatten die Lehrergewerkschaft, Schüler- und Studentenorganisationen sowie die Kommunistische Partei aufgerufen.
Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Schüsse eines Polizisten am 6. Dezember in Athen wurde Griechenland von den heftigsten Unruhen seit Jahrzehnten erschüttert. Jugendliche machen inzwischen mit täglichen Protesten ihrer Wut über den Tod des Schülers, aber auch ihrer Unzufriedenheit über die eigene Situation Luft. Knapp ein Viertel der Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Griechenland sind arbeitslos.
(apa/red)
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