Entführer im Jemen mit neuer Forderung:
Freilassung von zwei Landsleuten verlangt
- Bisher nur 200.000 Dollar als Lösegeld genannt
- Drei Deutsche bleiben weiterhin in Gefangenschaft

Die Entführer von drei Deutschen im Jemen haben neue Forderungen gestellt. Sie verlangen die Freilassung von zwei Landsleuten, die in den USA wegen Verbindung zum Terrornetzwerk Al Kaida im Gefängnis sitzen. Bisher hatten die Geiselnehmer nach Behördenangaben 200.000 Dollar (142.258 Euro) Entschädigung für den Verlust von Land sowie die Freilassung von Familienangehörigen gefordert.
Nach Angaben aus Stammeskreisen wollen die Geiselnehmer nun auch Mohammed Ali Hassan el Mojad, Iman der wichtigsten Moschee in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, und seinen Mitarbeiter Mohammed Sajed freipressen. Die beiden Jemeniten waren im Jänner 2003 in Frankfurt bei einem von der US-Bundespolizei FBI geplanten Einsatz festgenommen worden. Ein US-Gericht verurteilte die Männer 2005 zu 75 beziehungsweise 45 Jahren Haft. Im Jahr 2008 wurde die Haftstrafe in einem Berufungsverfahren aufgehoben, die beiden Gefangenen warten derzeit auf ein neues Urteil.
Bei den Entführten handelt es sich um eine Deutsche, die im Jemen für eine Entwicklungshilfeorganisation arbeitet, und ihre Eltern. Das Elternpaar war zu Besuch und bei einem Ausflug in der Region El Bajda zusammen mit der Tochter entführt worden. Nach Angaben der arabischen Zeitung "Asharq Al-Awsat" arbeitete die junge Frau für die deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit.
(apa/red)
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