Fischer in Ramallah von Abbas empfangen:
Konflikt zwischen Fatah und Hamas Thema
- Kranzniederlegung am Grabmal von Yasser Arafat
- Klagemauer: Fischer spürte "Flügel der Geschichte"

Bundespräsident Heinz Fischer ist zum Abschluss seines Staatsbesuchs im Nahen Osten in Ramallah im Westjordanland vom palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas begrüßt worden. Bei der Unterredung im Amtssitz des Präsidenten, der Mukataa, wurden der Fortgang der israelischen-palästinensischen Verhandlungen, der Streit zwischen Fatah und Hamas sowie die Lage im Gazastreifen erörtert.
Zuvor hatte Fischer am Grabmal von Abbas' Vorgänger Yasser Arafat einen Kranz niedergelegt und war mit dem palästinensischen Chefverhandler Ahmed Korei zusammengetroffen. Dieser würdigte die langjährige österreichische Unterstützung für die Anliegen der Palästinenser und betonte, Österreich genieße großen Respekt bei seinem Volk.
"Flügel der Geschichte"
Der Bundespräsident besuchte außerdem die Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem und unterirdische Gewölbe neben den Stützmauern des Tempelbergs. An den alten Steinen der Klagemauer spürte Bundespräsident Heinz Fischer "die Flügel der Geschichte". Der Besuch in den 3.000 Jahre alten Tunnels entlang der Westmauer des Tempelberges hat den österreichischen Bundespräsidenten "zutiefst beeindruckt".
Entschuldigung für Schoah
So sagte Fischer, dass der Holocaust "nie, nie, nie" wieder passieren dürfe. Die Schoah sei ein Zeichen, "wozu der Mensch fähig ist". Fischer entschuldigte sich laut einem Rundfunkbericht erneut für das, was dem jüdischen Volk angetan worden sei.
(apa/red)
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