Brown auf Überraschungsvisite im Irak: Kündigt Truppenrückzug bis Mitte 2009 an
- Großbritannien mit derzeit 4100 Soldaten im Land
- Doppelanschlag in Bagdad: Mindestens 18 Tote

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Großbritannien will seine 4.100 im Irak stationierten Soldaten bis Ende Mai 2009 abziehen. Der Militäreinsatz werde spätestens dann beendet sein, sagte Premierminister Gordon Brown auf einer Pressekonferenz mit seinem irakischen Kollegen Nuri al-Maliki in Bagdad. Browns Besuch im Irak war nicht angekündigt worden.
Bei einem Doppelanschlag in Bagdad wurden unterdessen mindestens 18 Menschen getötet. "Die Rolle, welche die britischen Streitkräfte gespielt haben, nähert sich ihrem Abschluss", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Browns und Malikis. "Diese Truppen werden ihre Aufgaben in der ersten Jahreshälfte 2009 erfüllt haben und den Irak dann verlassen."
Am Dienstag hatte das irakische Kabinett einen Gesetzentwurf gebilligt, der den Abzug der ausländischen Truppen mit Ausnahme der US-Streitkräfte bis Ende Juli 2009 vorsieht. Die Soldaten sollen demnach vom 1. Jänner an binnen fünf bis sieben Monaten abziehen. Die Abgeordneten müssen dem Plan noch zustimmen. Für die US-Streitkräfte gilt ein eigener Rückzugsplan, den das zwischen Washington und Bagdad ausgehandelte Sicherheitsabkommen regelt und wonach die US-Soldaten das Land bis Ende 2011 verlassen sollen. Das derzeitige UNO-Mandat für ausländische Truppen läuft Ende Dezember aus.
Bei dem Doppelanschlag im Osten Bagdads wurden nach Polizeiangaben mindestens 18 Menschen getötet und 52 weitere verletzt. In der Früh detonierte zunächst eine Autobombe, wenige Augenblicke später explodierte in der Nähe ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz. Ziel des Anschlags waren Verkehrspolizisten. (apa/red)
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