Meerschweinchen als Weihnachtsbraten:
Perus Regierung lobt Nager als Alternative
- Haustiere seien preisgünstig, gesund & schmackhaft
- "Cuy" spielen in Perus Folklore eine wichtige Rolle

Einen für europäische Ohren ungewöhnlichen Vorschlag fürs Weihnachtsmenü haben die peruanischen Behörden den Bewohnern des lateinamerikanischen Landes gemacht: Meerschweinchen. Ob gegrillt oder gebraten: Die kleinen Nager seien eine preisgünstige, gesunde, fettarme Alternative zu traditionellen Festtagsbraten wie Truthahn oder Schwein, sagte ein Sprecher der Provinz Callao, Mario Sanguinity, bei einem Meerschweinchen-Bankett der Fernsehnachrichtenagentur APTN. Für weniger als umgerechnet drei Euro könnten sich sieben bis acht Leute mit Meerschweinchen-Braten satt essen.
Meerschweinchen, die in Peru schon seit langem auf dem Speisezettel stehen, haben ein weißes Fleisch und werden im Geschmack öfters mit Hasen oder Hähnchen verglichen. Die Hausfrau Silvia Carazas aus Callao kündigte an, sie werde in diesem Jahr Meerschweinchen an Weihnachten auf den Tisch bringen. "Das Tier ist reich an Proteinen und hat kein Cholesterin, was für alle von uns, die auf ihr Gewicht achten wollen, von Bedeutung ist", sagte sie.
Die "Cuy" genannten Tiere nehmen in der Folklore der Andenregion einen wichtigen Platz ein. So ist in der Kathedrale der alten Inka-Hauptstadt Cuzco ein Gemälde des Letzten Abendmahls zu sehen, auf dem Jesus und seine Jünger Meerschweinchen essen.
(apa/red)
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