Dienstag, 16. Dezember 2008

Von Schnee bis Sturm über Hochwasser:
Das Wetter spielt in ganz Europa verrückt

  • Auf Mallorca schneit es gerade, Venedig unter Wasser
  • PLUS: Bilder und VIDEO zu den Wetterkapriolen

Schneechaos in Spanien und Frankreich, wieder heftiger Regen und Sturm in Italien: Das Wetter in Europa zeigt extreme Erscheinungen. In Spanien musste das Militär nach heftigen Schneestürmen rund 120 Autofahrer befreien, die auf der Autobahn zwischen Oviedo und Leon festsaßen. Dort lag bis zu einem Meter Schnee. Auf der Iberischen Halbinsel waren 37 Bergstraßen gesperrt, Schnee fiel sogar auf der Ferieninsel Mallorca.

Zwei Tage nach den heftigen Schneefällen im französischen Zentralmassiv litten auch heute noch zehntausende Menschen unter Stromausfällen. In etwa 57.000 Wohnungen und Häusern sei die Versorgung noch nicht wieder hergestellt worden, sagte der Sprecher eines Energieunternehmens am Vormittag. Es seien hunderte Techniker im Einsatz, um die Schäden an den Leitungen zu beheben. Schwierig sei, dass die Einsatzorte oft nur zu Fuß zu erreichen seien. Wann es wieder überall Strom gebe, sei unklar. Nach heftigen Schneefällen war am Sonntag zunächst in mehr als 100.000 französischen Haushalten der Strom ausgefallen. Zwei Menschen hatte das Schneechaos das Leben gekostet. Im Südosten Frankreichs, im Departement Vaucluse, regnete es unterdessen heftig, mehrere Häuser mussten evakuiert werden.

Regen macht auch den Italienern zu schaffen: Ein Großteil Venedigs stand unter Wasser, in Rom befürchtete man neuerlich, dass der Tiber übergehen und mehrere Stadtteile überfluten könnte. Die Regenfälle sollen dort bis Mittwoch andauern. In den norditalienischen Regionen Piemont und Lombardei schneite es ordentlich, in Süditalien blies der Schirokko so heftig, dass die Fährverbindungen zu den Inseln im Tyrrhenischen Meer eingestellt werden mussten. Auf Elba blockierte ein Erdrutsch die einzige Zufahrt zur 2.500-Einwohner-Gemeinde Rio Marina.
(apa/red)

16.12.2008 10:33