Schwerer Verkehrsunfall in Salzburg: Vater und Tochter kamen bei Crash ums Leben
- Massenkarambolage mit zwölf PKW auf A2 bei Graz
- Sechs Feuerwehren mit rund 40 Mann im Einsatz
Nach dem schweren Verkehrsunfall in Leogang (Pinzgau) sind ein 40-jähriger Familienvater und dessen 13-jährige Tochter aus der deutschen Stadt Haltern im Krankenhaus gestorben. Die beiden saßen in jenem Fahrzeug, das ins Schleudern geraten war. Das gab die Polizei gegen Abend bekannt.
In dem Fahrzeug saßen nicht drei Personen, wie zuerst bekanntgegeben wurde, sondern vier Insassen: Das Ehepaar zusammen mit ihrer Tochter und ihrem zehnjährigen Sohn, erklärte Klaus Wörgötter von der Polizeiinspektion in Saalfelden. Das Mädchen starb im Krankenhaus Innsbruck, ihr Vater im Unfallkrankenhaus Salzburg. Der Bub und die Mutter, die den Wagen gelenkt hatte, wurden schwer verletzt.
Massenkarambolage auf der A2 bei Graz
Auf der A2 Südautobahn in Kaiserwald bei Graz sind bei einer Massenkarambolage sechs Menschen verletzt worden, eine davon schwer. Dies teilte das Landespolizeikommando mit. Ein Pkw war wegen Glatteis ins Schleudern geraten, zehn nachkommende Fahrzeuge und zwei Reisebusse konnten dann nicht mehr bremsen und rutschten ineinander. Es entstanden zahlreiche Blechschäden. Ein Autolenker (30) stieg aus seinem Fahrzeug, um zu helfen, wurde dabei aber von einem anderen Pkw erfasst und schwer verletzt.
Der Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Klagenfurt bei der Raststation Kaiserwald im Bezirk Graz-Umgebung. Zuvor hatte es geregnet, die Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgten für Glatteis. Die Autolenker dürften die Situation unterschätzt haben und zu schnell unterwegs gewesen sein. Eine 49-jährige Lenkerin hatte die Kontrolle über ihr Auto verloren und war gegen die Böschung geprallt. In der Folge krachten zehn Pkw und zwei Reisebusse ineinander, ein Fahrzeug überschlug sich dabei sogar.
Sechs Feuerwehren mit rund 40 Mann aus der Umgebung und die Autobahnpolizei hatten alle Hände voll zu tun, um die Richtungsfahrbahn nach Klagenfurt wieder frei zu bekommen. Die Verletzten wurden zum Teil in Grazer Krankenhäuser gebracht
Die Autobahn war einige Zeit gesperrt, in den späten Morgenstunden dann aber wieder frei passierbar. Gut gewirkt haben laut Polizei die neuen Überkopf-Wegweiser, die erst vor einigen Wochen aufgestellten Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) der Autobahngesellschaft Asfinag. Dadurch konnten nachfolgende Autolenker rechtzeitig gewarnt werden, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren.
(apa/red)
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