Ehestreit führt zu dramatischen Szenen:
Frau springt auf A1 aus fahrendem Auto
- Mann soll mit absichtlichem Unfall gedroht haben
- Glück im Unglück: Stau rettet der Frau das Leben

Ein Ehestreit dürfte der Hintergrund dramatischer Szenen auf der Abfahrt Wallersee der Westautobahn in Eugendorf (Flachgau) gewesen sein. Eine 42-jährige Frau sprang bei langsamer Fahrt aus einem Auto, das ihr 40-jähriger, alkoholisierter Ehemann lenkte. Vorbeikommende Fahrzeuglenker bargen die Verletzte und alarmierten die Polizei.
Die Frau gab an, dass ihr Mann gedroht hätte, sie beide durch einen absichtlich herbeigeführten Verkehrsunfall zu töten. "Die beiden Oberösterreicher leben seit ein paar Wochen getrennt. Der Mann hat seiner Frau vorgeworfen, dass sie schuld am Scheitern der Beziehung sei. Er wollte mit dem Auto gegen den Pfeiler einer 'schönen' Autobahnbrücke fahren und sie dabei beide töten", zitierte Oberst Josef Holzberger vom Landeskriminalamt Salzburg die Angaben der geschockten Linzerin.
Stau als Lebensretter
Gerettet hat die 42-Jährige ein Stau auf der Autobahn in Salzburg. Ihr Mann disponierte um und fuhr gegen 16.50 Uhr bei der Ausfahrt Wallersee ab. Als er den Pkw in einem Kreisverkehr verlangsamen musste, griff die Frau ins Lenkrad und versuchte, den Autoschlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen. Dabei starb der Motor ab. Es gelang ihr, aus dem Wagen zu springen. Durch den Sturz erlitt sie Prellungen, Abschürfungen und eine Fingerverletzung. Der Oberösterreicher fuhr mit seinem Auto nach Seekirchen weiter. Dort wurde er in einem Cafe von der Polizei festgenommen und danach in die Justizanstalt Salzburg gebracht.
Einweisung in Psychiatrie?
Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelt wegen Freiheitsentziehung, gefährlicher Drohung und Nötigung. Die U-Haft wurde beantragt. Ob der Verdächtige in eine psychiatrische Klinik kommt, muss der Anstaltsarzt prüfen. Wegen seines psychischen Ausnahmezustandes war der Oberösterreicher vorerst noch nicht vernehmungsfähig. Die Frau konnte das Salzburger Landeskrankenhaus bereits verlassen.
(apa/red)
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