Akute Gefährdung bei Kräutermischung:
Ministerium stoppt den Verkauf von "Spice"
- Handel mit Substanz ab sofort für 14 Tage verboten
- Gefährlicher Wirkstoff JWH-018 in "Spice" entdeckt

Die Kräutermischung "Spice" ist ab sofort für 14 Tage verboten. Das Gesundheitsministerium stoppte den Handel beziehungsweise das Inverkehrbringen der Substanz. Bei "Spice" wurde in Deutschland bei Untersuchungen der Wirkstoff JWH-018 gefunden. Das ist eine künstlich hergestellte Substanz, die viermal stärker wirkt als der natürliche Cannabis-Wirkstoff THC.
Als Grundlage der Regelung nannte das Gesundheitsministerium den Paragraf des Arzneimittelgesetzes. Demzufolge darf der Handel mit Substanzen sofort gestoppt werden, wenn eine akute Gefährdung vorliegt. Wegen des künstlichen Stoffes JWH-018 dürfte nun eine Behandlung nach dem Arzneimittelgesetz möglich sein. Basierend auf einem Gutachten ist das Risiko des Wirkstoffes als hoch einzustufen, wenngleich noch nicht völlig absehbar, so das Ministerium in seiner Aussendung.
Nach dem zweiwöchigen Handelsstopp aufgrund des Paragrafen 78 muss eine dauerhafte Lösung nach Paragraf 5 des Arzneimittelgesetzes gefunden werden. "Spice" könnte umgekehrt ein ganz normales Zulassungsverfahren nach dem Arzneimittelgesetz durchlaufen.
(apa/red)
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