Mittwoch, 10. Dezember 2008

Jetzt geht´s Temposündern an den Kragen:
Innenministerium testet neue Radargeräte

  • Gesetzesänderung erlaubt Fotografieren von "vorne"
  • Österreichische Strafmandate gelten dann EU-weit

Das Innenministerium will auf lange Sicht neue Radargeräte anschaffen. Wie Sprecher Rudolf Gollia bestätigte, sollen Apparate getestet werden, die künftig auch ein Fotografieren von vorne ermöglichen sollen. Dies ist bei mehreren EU-Ländern Voraussetzung dafür, dass Strafmandate, die aus Österreich nachgeschickt werden, auch einkassiert werden können. Dafür müsste allerdings das Gesetz geändert werden.

Stattfinden sollen die Tests ab Frühjahr 2009, so Gollia. Voraussichtlich werden sie in Niederösterreich und Tirol durchgeführt. Die Autofahrer seien von den Versuchen jedoch nicht betroffen, betonte er. Es handle sich lediglich um interne Tests, bei dem die Apparaturen auf ihre Tauglichkeit überprüft werden sollen. "Wir betreiben sozusagen für unseren Bedarf Marktforschung."

Bisher werden Temposünder bei österreichischen Radarboxen von hinten abgelichtet, in Ländern wie Deutschland gelten allerdings nur Fotos, auf denen der Fahrer erkennbar ist, als Beweis fürs zu schnell fahren. Hierzulande wiederum dürfen die Radargeräte nicht von vorne blitzen.
(apa/red)

10.12.2008 14:49