Mittwoch, 10. Dezember 2008

Große Angst vor den kleinen Tierchen: Fast jeder Dritte fürchtet sich vor diesem Insekt

  • Spinnen rufen bei den meisten Menschen Ekel hervor
  • Grund: Viel zu wenig Erfahrung mit den Sechsbeinern

Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann haben Angst vor Spinnen. Nun untersuchten Wissenschafter der Universität Würzburg, ob Menschen allgemein Furcht verspüren, wenn sie auf die "grusligen Krabbler" stoßen, oder ob dies nur für giftige Arten gilt.

Die Versuchspersonen, allesamt Studierende, mussten sich hierfür Bilder von Spinnen, Wespen, Bienen, Käfern, Schmetterlingen und Motten ansehen und wurden danach befragt, wie sehr sie sich vor den Tieren fürchteten oder ekelten und für wie gefährlich sie diese hielten.

Spinnen als Angstmacher Nr. 1
"Spinnen riefen signifikant mehr Angst und Ekel hervor als die anderen Tiere", lautet das Fazit des Psychologen Georg W. Alpers. Gleichzeitig hätten die Studienteilnehmer Spinnen als deutlich gefährlicher eingestuft als Bienen, Käfer oder Motten. Die mögliche Gefahr, die von einer Tierart für den Menschen ausgehe, reiche demnach als Grund alleine nicht aus, um solche Ängste zu erklären, wie sie im Fall der Spinnen zu finden seien, meint Alpers.

Zu wenig Erfahrung mit den sechsbeinigen Krabblern
Dass aber nur Spinnen Angst auslösten, Bienen jedoch nicht, könne daran liegen, dass Menschen mit Bienen mehr Erfahrungen hätten als mit Spinnen, da sie schon immer am Honig interessiert gewesen seien. Zu diesen Erfahrungen gehöre es zwar auch, hin und wieder gestochen zu werden. Auf diese Weise hätten die Menschen aber die Erfahrung machen können, dass Bienenstiche in der Regel nicht zum Tod führten. Weil nicht genug Menschen von Spinnen gebissen würden, fehle es an der Erfahrung, dass diese Bisse vergleichsweise harmlos seien. (apa/red)

10.12.2008 16:35