NEWS-Redakteur Tino Teller über Sport
in Zeiten der Finanzkrise

Irgendwie hat die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ja auch ihre guten Seiten zumindest was den Sport betrifft. Denn die Zeiten, in denen sich der angeschlagene amerikanische Versicherungsmulti AIG bei Manchester United mit 70 Millionen Euro für vier Jahre als Trikotsponsor eingekauft hat, sind hoffentlich ein für allemal vorbei. Kicker wie Europas frisch gekürter Fußballer des Jahres, Cristiano Ronaldo, gerade einmal 23 Jahre alt, werden es in Zukunft billiger geben müssen 150.000 Euro pro Woche (!) sind sowieso unmoralisch. Und 100 Millionen US-Dollar pro Jahr ist auch ein Golfer wie Tiger Woods nicht wert die Nummer eins auf der Forbes-Liste der bestverdienenden Sportler. Folgerichtig hat ihm General Motors gerade einen laufenden Werbevertrag aufgekündigt der 32-jährige Amerikaner wird trotzdem nicht im Armenhaus landen. Dass das Formel-1-Imperium von Bernie Ecclestone nach dem Ausstieg von Honda kracht wie eine Kaisersemmel, passt da nur allzu gut ins Bild: Die finanzielle Götterdämmerung im Sport hat voll eingesetzt. Und das ist gut so.
