Krebs bis 2010 häufigste Todesursache:
Steigender Tabak-Konsum als Auslöser
- 40 Prozent aller Raucher aus Entwicklungsländern
- Infektionskrankheiten sind hingegen zurückgegangen

Krebs wird nach Ansicht führender Mediziner in zwei Jahren die weltweit häufigste Todesursache sein. Bis 2030 werde sich die Zahl der Todesfälle durch Krebs mehr als verdoppelt haben, erklärten die Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein Grund sei der zunehmende Tabakkonsum in Entwicklungsländern, besonders in China und Indien, wo derzeit 40 Prozent aller Raucher weltweit leben. Zurückgegangen sind Infektionskrankheiten, die bisher die häufigste Todesursache waren.
Die Zahl der Krebstoten werde dieses Jahr sieben Millionen erreichen, erklärte die WHO. Da eine jährliche Steigerung von einem Prozent bei den Erkrankungen und Todesfällen erwartet werde, sei 2030 mit 27 Millionen neuen Krebserkrankungen und 17 Millionen Todesfällen zu rechnen - bei einer Fortschreibung des gegenwärtigen Wachstums der Weltbevölkerung. Die Studie wurde von der WHO-Abteilung für Krebsforschung zusammen mit mehreren US-Organisationen und dem mexikanischen Krebsinstitut vorgestellt. (apa/red)
