Marienfeiertag ließ die Kassen klingeln:
Starker Andrang in den Einkaufszentren
- Bundesländer melden starkes Weihnachtsgeschäft
- Österreicher geben rund 330 Euro für Geschenke aus

Das Christkind hat sich bisher krisenfest gezeigt. Wie eine erste Bilanz am zweiten Advent-Wochenende mit dem zweiten Einkaufssamstag und dem Marienfeiertag zeigt, sind die heimischen Händler mit den Umsätzen sehr zufrieden. Wetterbedingt sei der Andrang in Wiens Einkaufsstraßen zunächst eher verhalten gewesen, im Gegensatz dazu habe es einen regelrechten Ansturm auf die Einkaufszentren gegeben.
In den anderen Bundesländern sei das Weihnachtsgeschäft durchwegs sehr positiv gelaufen. Der 8. Dezember ist traditionell einer der stärksten Einkaufstage für den heimischen Handel. Die Geschäfte dürfen von 10 bis 18 Uhr offen halten, rund 80 Prozent machen davon Gebrauch. Bereits zum zweiten Mal haben die rund 1.000 Billa-Filialen heuer wieder geschlossen.
Die Wirtschaftskammer ist mit dem langen Einkaufswochenende zufrieden. "Es sind viele Leute unterwegs, die viel kaufen", brachte es der Geschäftsführer der Bundessparte Handel der WKÖ auf den Punkt. "Es tut sich was in den Straßen und Geschäften". Es bestätige sich der Trend, dass die Umsätze von Woche zu Woche steigen und das Geschäft besser laufe, je näher Weihnachten komme.
Kardinal Christoph Schönborn bedauerte in seiner Festpredigt im Wiener Stephansdom, dass dieses Fest "vor einigen Jahren auf dem Altar des Vorweihnachtsgeschäfts geopfert" worden sei. Jetzt stehe man vor dem "Scherbenhaufen" jener Einstellung, die "schnell viel Geld, Reichtum und Erfolg versprochen hat". Aber diese Versprechungen hätten sich als "Kartenhäuser" erwiesen.
Insgesamt rechnet der heimische Handel im heurigen Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatz von rund 1,43 Mrd. Euro, also in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Im Schnitt gibt jeder Österreicher 330 Euro für Weihnachtsgeschenke aus.
(apa/red)

