Dienstag, 9. Dezember 2008

Wird der AS Roma nun libysches Eigentum?
Ölmulti am verschuldeten Verein interessiert

  • Erdölgruppe Tamoil hat bereits Fühler ausgestreckt
  • Romas Hauptgläubiger UniCredit könnte verkaufen

Libysche Investoren haben den italienischen Fußball im Visier. Die libysche Erdölgruppe Tamoil im Besitz der Regierung in Tripolis signalisiert Interesse für AS Roma. Tamoil hat Medienangaben zufolge Kontakte mit der italienischen Bank UniCredit aufgenommen, die die Hauptgläubigerin des schwer verschuldeten Erstligisten ist.

UniCredit wartet noch auf die Rückzahlung von 130 Millionen Euro von der Erdölgesellschaft Italpetroli im Besitz der Unternehmerfamilie Sensi, die AS Roma kontrolliert. Sollte Italpetroli bis 31. Dezember die Schulden nicht zurückzahlen, könnte UniCredit AS Roma übernehmen und den Club an die libyschen Investoren weiterverkaufen.

Seit Monaten hat Roma mit schweren Problemen zu kämpfen. Die Erdölholding Italpetroli hat Schulden bei einigen Banken im Wert von 343 Millionen Euro angesammelt. Gerüchte über einen möglichen Verkauf des börsennotierten Spitzenclubs waren bereits in den vergangenen Monaten kursiert. Russische Erdölunternehmer hatten Interesse bekundet, zu einem Kauf war es jedoch nicht gekommen.

Nach Angaben italienischer Medien könnte die Präsidentin des Vereins, Rosella Sensi, den Club nun doch verkaufen. Im August war Franco Sensi gestorben, der seit 1993 Clubpräsident war.
(apa/red)

9.12.2008 11:42