Panathinaikos Athen löst Achtelfinal-Ticket:
Zwei Österreicher-Clubs eine Runde weiter
- Ivanschitz' Athener besiegen Famagusta mit 1:0
- Famagusta schaut schließlich doch durch die Röhre
Im UEFA-Cup-Achtelfinale werden zwei ÖFB-Legionäre vertreten sein: Mit dem Salzburger Alexander Manninger in Diensten von Juventus Turin und dem Burgenländer Andreas Ivanschitz in den Reihen von Panathinaikos Athen sind noch zwei Österreicher-Vereine im Wettlauf zum Finale am 27. Mai im Römer Stadio Olimpico im Rennen.
Während Tormann Manninger schon vor dem (heutigen) letzten Gruppen-Spiel der "Alten Dame" zu Hause gegen BATE Borisow als Aufsteiger im Pool H fix festgestanden war, schafften Ivanschitz' Kollegen den Einzug in die Runde der letzten 16 durch den 1:0-Heimsieg über Anorthosis Famagusta, den Bezwinger von Rapid Wien und Olympiakos Piräus in der CL-Qualifikation. Goldtorschütze war in der 69. Minute Giorgos Karagounis.
Der Europameister von 2004 verwandelte das mit 58.000 Zuschauern besetzte Spiridon-Louis-Stadion in ein Tollhaus. Zu diesem Zeitpunkt war Andreas Ivanschitz noch auf der Ersatzbank gesessen und spendete ebenfalls Beifall. Er durfte in der 93. Minute für den Torschützen des Abends ran, der ÖFB-Teamkapitän nahm seine Einwechslung durch seinen Trainer Henk Ten Cate angesichts des Weiterkommens mit einem breiten Lächeln zur Kenntnis.
Ten Cate fassungslos
Der Feldherr, der seinen 54. Geburtstag feierte, fasste es kaum, dass "Pana" den Aufstieg noch als Tabellenerster fixiert hatte. "Nach den ersten beiden Spielen haben uns alle abgeschrieben, aber wir haben uns dann gesteigert. Ich habe nicht einmal davon geträumt, dass wir zehn Punkte machen würden", meinte der Niederländer. Er sei sehr glücklich und stolz auf seine Mannen, es sei toll, Erster zu sein. Doch Ten Cate blieb auf dem Boden: "Wir stehen vor einer schweren Aufgabe, egal wer unser Gegner sein wird."
Das Spiel war von den derzeitigen Großdemonstrationen und Unruhen nach dem Tod eines Schülers unter großen Sicherheitsmaßnahmen über die Bühne gegangen. Passiert ist rund um den Fußball Gott sei Dank nichts. "Meine Burschen waren davon schon sehr betroffen, aber sie haben die Situation fantastisch weggesteckt", gab Ten Cate zu. "Wir vergessen nicht, was in den Straßen passiert ist und hoffen, dass unser Erfolg den Fans eine kleine Freude bereitet. Hoffentlich beruhigt sich die Lage bald und die Probleme werden so schnell wie möglich gelöst."
Famagusta verliert alles
Die Zyprioten, denen ein fürchterlicher Patzer ihres ungarischen Ersatztorhüters Zoltan Nagy die Niederlage bei dem Karagounis-Schuss einbrachte, fielen vom dritten auf den letzten Tabellenplatz zurück und sind damit nur noch Europacup-Zuschauer. Ihr Feldherr Temuri Ketsbaia resümierte dennoch positiv: "Vor Monaten hätte es niemand für möglich gehalten, dass wir vor dem letzten Spiel noch eine Chance haben würden, weiterzukommen."
Arnorthosis habe nicht damit gerechnet, dass Inter Mailand die letzten beiden Spiele (in Bremen gegen Werder 1:2) verlieren würde. Leider sei das Europacup-Abenteuer jetzt vorbei, doch Ketsbaia "ist sehr stolz auf meine Spieler", denen er zu ihren Leistungen gratulierte. Der CL-Debütant von der Mittelmeer-Insel hat von den sechs Gruppen-Partien eine gewonnen (3:1 daheim gegen Panathinaikos) und dreimal remisiert (0:0 in Bremen, 3:3 daheim gegen Inter und 2:2 zu Hause gegen Werder).
(apa/red)

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