Ried fertigt Liga-Aufsteiger mit 3:0 ab: Kapfenberg in Oberösterreich ohne Leiberl
- Alle drei Treffer fielen aus Standardsituationen

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Die SV Ried hat in der 22. Runde der Bundesliga einen 3:0-(1:0)-Erfolg über Abstiegskandidat Kapfenberg gefeiert. Die Oberösterreicher kamen gegen großteils harmlosen Steirer zu einem verdienten Erfolg, in der Tabelle zog die Gludovatz-Elf punktemäßig mit Kärnten gleich (je 32), hat aber bereits zwei Spiele mehr bestritten als der direkte Konkurrent.
Ein früher Elfmetertreffer durch Ried-Kapitän Drechsel in der zweiten Minute sowie zwei Kopfballtore durch die Verteidiger Glasner (61.) und Stocklasa (71.) bescherten den "Wikingern" ihren neunten Saisonerfolg. Vor eigenem Publikum sind die Innviertler in der laufenden Saison weiter ungeschlagen, kassierten im siebenten Heimspiel kein Gegentor.
Ried eröffnete die Partie wunschgemäß: Nach einer ungestümen Aktion von Felfernig ("Das war eine unglückliche Situation, ich konnte nicht mehr ausweichen. Ich finde das zu streng.") gegen Brenner im Kapfenberg-Strafraum netzte Routinier Drechsel schon in der 2. Minute vom Elfmeterpunkt zum 1:0 ein. Das spielerische Übergewicht lag überhaupt bei den Hausherren, die die auf Konter hoffenden Gäste ohne Probleme kontrollierten. Die gefährlichen Offensivaktionen ließen sich dennoch an einer Hand abzählen, die beste resultierte aus einer Standardsituation in der 31. Minute: Einen Mader-Kopfball nach Lexa-Freistoß entschärfte aber Kapfenberg-Goalie Eisl mit einer guten Parade.
Kapfenberg nach Seitenwechsel verbessert
Erst nach dem Seitenwechsel erhielt Kapfenberg Auftrieb, drängte auf den Anschlusstreffer - so setzte Schellander in der 54. Minute einen Kopfball nur knapp neben das Tor. Doch die Hoffnungen wurden in der 61. Minute durch den Treffer zum 2:0 erstickt: Nach einem Eckball verlängerte Burgstaller per Kopf auf Glasner, der ebenfalls mit Köpfchen vollendete. Für den Chef der Rieder Verteidigung war es der erste Bundesligatreffer seit der Saison 2005/06.
Selbst der Ausschluss von Kujabi, der Gelb-Rot sah, weil er nach einer - falschen - Abseitsentscheidung den Ball noch in die Maschen bugsiert hatte, verlieh der Gregoritsch-Elf ab der 67. Minute keinen Auftrieb. Ganz im Gegenteil: Nach einem Freistoß von Drechsel führte Stocklasa per Kopf die Vorentscheidung herbei (71.). Negativ-Höhepunkt der letzten Viertelstunde war ein Foul von Stepanek an Lexa, das mit der Roten Karte bestraft wurde (74.).
SV Josko Fenster Ried - Kapfenberger SV 3:0 (1:0)
Ried, Fill-Metallbau-Stadion, 5.500, SR Einwaller
Torfolge:
1:0 (2.) Drechsel (Foulelfmeter)
2:0 (61.) Glasner
3:0 (71.) Stocklasa
Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Brenner, Mader (87. Hadzic), Ulmer - Lexa, Drechsel (83. Hackmair), Kujabi - Nacho (79. Bammer)
Kapfenberg: Eisl - Milosevic (36. Lienhart), Taboga, Fukal, Schellander - Osoinik, Siegl, Liendl, Felfernig (46. Bernsteiner), Stepanek, Zimmerman (66. Lucic)
Gelbe Karten: Glasner bzw. Milosevic, Lienhart
Gelb-Rote Karte: Kujabi (67./Foul bzw. Unsportlichkeit)
(apa/red)
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