Ringen um Sparkurs in der Königsklasse:
Haug fordert nun Verzicht auf Hybridsystem
- KERS-Entwicklung erhöhe die Kosten dramatisch
- BMW beharrt auf Einführung des neuen Systems

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Vorläufig keine Tätigkeit in der Königsklasse
Im Ringen um einen Sparkurs in der Formel 1 hat Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den Verzicht auf die Einführung des Hybridsystems KERS gefordert. "Die Zeit der Spielchen ist vorbei! Dazu gehört sinnvollerweise, dass man auf die Investitionen in KERS verzichtet", sagte Haug. Die Technik, mit der Bremsenergie in Zusatzleistung für den Motor umgewandelt wird, ist von der neuen Saison an erlaubt. Allerdings ist KERS bei allen Teams noch in der Entwicklung und gilt als enormer Kostentreiber.
Als Reaktion auf die weltweite Wirtschaftskrise und den Absatzeinbruch bei den Auto-Herstellern müht sich die Motorsport-Königsklasse um schnelle Einsparungen. Der sofortige Ausstieg des japanischen Autogiganten Honda hat die Bemühungen um Kostensenkungen zuletzt deutlich verstärkt. "Wir sind mitten in einer weiteren Sparrunde", sagte Haug mit Blick auf das Mercedes-Engagement in der Formel 1 dem Fachmagazin "Motorsport aktuell". Die Teamvereinigung FOTA hatte sich jüngst darauf verständigt, die geforderte Laufzeit der Motoren von zwei auf vier Rennen zu erhöhen und Testfahrten während der Saison zu verbieten.
Auch das Energierückgewinnungssystem KERS, mit der sich die Formel 1 einen grünen Anstrich verpassen will, ist längst nicht mehr unumstritten. "KERS allerdings ist eine extrem teure Übung", sagte Haug. "Kosten über mindestens 25 Prozent des Motorenbudgets" ließen sich so einsparen. Daher solle die Einführung der neuen Technik zumindest verschoben werden. Darin sei sich die Mehrheit der Teams einig. Auch Renault-Teamchef Flavio Briatore hatte sich zuletzt für eine Verschiebung um ein Jahr stark gemacht. BMW allerdings habe dies verhindert, sagte der Italiener.
(apa/red)
