Norwegens Frauen gewinnen Handball-EM:
Perfekter Titel-Hattrick der Olympiasieger
- Setzen sich gegen überraschende Spanier durch
- Deutschland verliert gegen den Weltmeister Russland

Norwegen hat den Titel-Hattrick perfekt gemacht: Der Olympiasieger wurde nach 2004 und 2006 zum dritten Mal in Folge bzw. zum vierten Mal insgesamt Handball-Europameister der Frauen. In einem am Ende einseitigen Endspiel setzte sich der WM-Zweite vor rund 3.000 Zuschauern gegen die Überraschungs-Mannschaft aus Spanien mit 34:21 (13:12) durch.
Zuvor hatte Deutschland das Spiel um Platz drei mit 21:24 gegen Weltmeister Russland verloren. Norwegen und Spanien waren bereits vor dem Finale für die nächste WM 2009 in China sowie die EM 2010 in Dänemark und Norwegen qualifiziert gewesen.
Riegelhut wird EM-Torjäger
Beste Torschützinnen im Endspiel waren Tonje Noestvold (7) für Norwegen sowie Begona Fernandez und Martha Mangue (je 4) für Spanien. Mit ihren sechs Treffern im Finale sicherte sich die Norwegerin Linn Kristin Riegelhuth (insgesamt 51 Tore) die EM-Torjägerkrone vor der Deutschen Grit Jurack (46).
Spanien, das den deutschen Endspiel-Traum mit einem 32:29-Erfolg im Halbfinale beendet hatte, präsentierte sich anfangs taktisch bestens auf Norwegen eingestellt. Die Ibererinnen unterbanden das gefürchtete norwegische Gegenstoßspiel und führten mit 8:5 (17.). Erst danach fing sich der große Titelfavorit allmählich. Mit einer 5:0-Serie kippte Norwegen das Spiel, aber erst nach der Pause konnte sich der Olympiasieger absetzen - auch weil sich Torfrau Katrine Haraldsen steigerte.
Historisches Finale
Den Spanierinnen, die zum ersten Mal in der Geschichte ein Finale bei einem Großereignis erreicht hatten, fehlten danach die Kräfte und Möglichkeiten, den immer größer werdenden Rückstand aufzuholen.
Für Österreichs Frauen war das Turnier bereits nach der Vorrunde beendet, die junge Truppe von Herbert Müller musste nach Niederlagen gegen Russland, Schweden und Weißrussland ohne Punkt die Heimreise antreten.
(apa/red)
