Dinko Jukic holt nach Gold auch EM-Silber:
Nur Weltrekordmann Skworzow schneller
- Jukic schwimmt über 200 m Delfin neuen OSV-Rekord
- Nadarajah über 50 m Rücken Kurzbahn-EM-Siebente
·Gold und Silber für Familie Jukic in Rijeka
Dinko schwimmt zum EM-
Titel, Mirna wird Zweite
·Ein Winner-Typ macht seinen Weg
Dinko Jukic, der neue Schwimm-Europameister
·Mit Zielstrebigkeit von Erfolg zu Erfolg
Medaillengewinnerin Mirna Jukic im Porträt

Am dritten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Rijeka hat es für das österreichische Schwimm-Team die dritte Medaille gegeben. Nach Gold von Dinko Jukic über 400 m Lagen und Silber seiner Schwester Mirna über 200 m Brust jeweils holte Dinko Jukic über 200 m Delfin auch Silber. Sonst gab es am vorletzten Wettkampftag dieser Titelkämpfe die OSV-Finalränge sieben für Fabienne Nadarajah und acht für Jördis Steinegger.
Jukic war über die lange Delfindistanz als Medaillenkandidat gehandelt worden, doch beim Erringen des Podestplatzes war letztlich auch Glück dabei. Nach 50 m war der 19-Jährige im achtköpfigen Finalfeld nur Fünfter gewesen, zur Hälfte des Rennens gar Sechster, den letzten 50er nahm er schon als Dritter in Angriff. Freilich fiel der Wiener im "Kandrida"-Komplex bis zur letzten Wende wieder auf Rang vier zurück.
"Ohne Atem"
"Die letzten fünf Meter bin ich dann ohne Atmen geschwommen", sprach der Langbahn-Vizeeuropameister über 200 m Lagen danach den ihm Rang zwei bringenden "Trick" an. Denn schließlich schlug der Lagen-Europameister nur 1/100 vor dem Russen Maxim Ganichin sowie eine weitere vor dem Briten Michael Rock an. Jukic, in 1:52,31 auch 67/100 unter seinem bisherigen OSV-Rekord: "Das Rennen habe ich mir so eingeteilt, wie ich es mir vorgestellt habe."
Den Ansporn für diesen fantastischen Endspurt hatte dem Sport- und Biologie-Studenten nach eigenen Angaben der Gewinn der Goldmedaille vom Vortag gegeben. Es ist Jukic' insgesamt sechste Medaille in diesem Jahr, die zweite in Silber. Gegen den neuen Europameister Nikolay Skworzow war an diesem Tag allerdings kein Kraut gewachsen. Der Russe unterbot in 1:50,60 den mehr als sechs Jahre alten Weltrekord des Franzosen Franck Esposito um 13/100.
Nadarajah Siebente
Die Sprint-Spezialistin Fabienne Nadarajah ist am über 50 m Rücken auf Rang sieben geschwommen. Die 23-jährige Wienerin kam auf eine Zeit von 27,22 Sekunden, womit sie ihre knapp eineinhalb Stunden davor fixierte nationale Bestleistung um weitere17/100 verbesserte. Gold holte die Kroatin Sanja Jovanovic, die kroatische 100-m-Siegerin verbesserte ihren Weltrekord in 26,23 um 14/100.
(apa/red)
